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22. Juli 2017

Knigge-Tipps für Verabredungen: Damit das erste Rendezvous nicht das letzte bleibt


Knigge-Tipps für Verabredungen: Damit das erste Rendezvous nicht das letzte bleibt
Der Sommer ist da. In Straßencafés, bei Grillabenden und Sommerpartys kommen die Menschen sich näher, und für viele ist die warme Jahreszeit auch die Zeit der Schmetterlinge im Bauch. Frisch Verliebte fühlen sich toll, oft aber auch unsicher, weil sie nicht wissen, wie sie sich der oder dem Angebeteten gegenüber verhalten sollen. Wer ein paar Spielregeln kennt, kann entspannter ins Rendezvous gehen, denn gutes Benehmen kommt heute immer noch genauso gut an wie zu Knigges Zeiten. „Natürlich sind die Umgangsformen moderner geworden, aber sie sind nach wie vor Ausdruck der inneren Einstellung und des Respekts gegenüber dem anderen“, erläutert Karin Felicitas Hallinger, eine der renommiertesten Benimm-Trainerinnen in Deutschland. Wer also den Herrn oder die Dame der Wahl nicht gleich vergraulen will, sollte ein paar grundlegende Regeln berücksichtigen.

Damit das Rendezvous nicht vorbei ist, ehe es richtig begonnen hat, ist Pünktlichkeit ein Muss. Wer zu spät kommt, zeigt sich unhöflich und respektlos gegenüber dem Wartenden. „Bei einer Verabredung an einem öffentlichen Ort darf man höchstens fünf Minuten zu spät kommen“, führt Karin F. Hallinger aus. „Wenn Sie jemanden zuhause besuchen, sollten Sie sich nicht mehr als 15 Minuten verspäten. Sollte doch einmal etwas dazwischen kommen, so geben Sie per Telefon oder SMS unbedingt Bescheid, dass Sie sich verspäten.“

Vielleicht fragen Sie sich, ob Sie zu dem Treffen ein Geschenk mitbringen sollen und wenn ja, welches. Bei einem ersten Rendezvous ist ein Mitbringsel üblicherweise nicht erforderlich. Wenn Sie bei jemandem zuhause eingeladen sind, gehört es sich aber, dass Sie – ganz klassisch – eine Flasche Wein, einen Blumenstrauß oder ein vergleichbares Präsent überreichen. Auch bei der Begrüßung können Sie punkten, weiß Frau Hallinger: „Es muss nicht unbedingt der Handkuss sein – das wäre doch etwas altmodisch -, aber die meisten Frauen wissen es durchaus zu schätzen, wenn der Mann ihnen aus dem Mantel hilft oder die Tür aufhält. Ein bisschen Kavalier darf also ruhig sein!“ Im Restaurant dagegen ist die traditionelle Rollenaufteilung passé: Heutzutage darf selbstverständlich auch die Frau den Wein probieren und die Bestellung aufgeben. Umgekehrt ist der Herr keineswegs verpflichtet, die Rechnung zu übernehmen: Getrennte Rechnungen sind absolut erlaubt und üblich.

Ob Sie bei Ihrem Rendezvous als Anrede das „Du“ oder das „Sie“ wählen, bleibt Ihnen überlassen. Wer duzt, stellt Nähe her, wer siezt, entscheidet sich für etwas mehr Distanz. „Letzendlich sollten Sie die Anrede wählen, mit der Sie sich wohler fühlen“, rät Karin F. Hallinger. „Und wenn Sie sich unsicher fühlen, dann sprechen Sie ihren Gesprächspartner einfach darauf an.“ Begegnen Sie ihrem Gegenüber authentisch, interessiert und respektvoll. Dazu gehört auch, dass Sie Ihr Handy nach Möglichkeit ausschalten, um Ihrer Verabredung die volle Aufmerksamkeit widmen zu können. Müssen Sie erreichbar bleiben, so schalten Sie das Handy leise und suchen Sie sich für notwendige Telefonate eine ruhige Ecke, um niemanden zu belästigen.

Wenn Sie rauchen wollen, müssen Sie damit selbstverständlich warten, bis Ihre Begleitung fertig gegessen hat. Ansonsten sollten Sie unbedingt fragen, ob es ihn oder sie stört, wenn Sie rauchen – und zwar bevor Sie die Zigarettenschachtel aus der Tasche ziehen. Sollte Ihr Gesprächspartner Ihnen eine Visitenkarte anbieten, so schauen Sie sie unbedingt kurz an und stecken Sie sie nicht sofort weg. Ihre eigenen Visitenkarten sollten ordentlich aussehen und nicht verknickt sein, sonst hinterlassen sie nicht den besten Eindruck.

Wenn Sie im Laufe des Treffens feststellen, dass Ihr Gesprächspartner Sie langweilt und Sie eigentlich doch kein näheres Interesse an ihm oder ihr haben, so gebietet es dennoch die Höflichkeit, nicht gleich aufzustehen und zu gehen. Warten Sie eine angemessene Weile und bleiben Sie höflich, dann dürfen Sie die Verabredung natürlich auch ein wenig abkürzen. Stellen Sie hingegen fest, dass Ihr Rendezvous ihr Herz höher schlagen lässt und das bei Ihrem Gegenüber offensichtlich genauso ist, so sollten Sie sich dennoch beim ersten Treffen mit Annäherungsversuchen zurückhalten. Sollten sich später bei weiteren Treffen tiefere Gefühle entwickeln, so rät Karin F. Hallinger: „Küsse oder gar andere Intimitäten sind nur dann erlaubt, wenn Sie die Schamgefühle anderer Menschen nicht verletzen – im Zweifelsfall also lieber zuhause als im Restaurant.“ Homepage: www.knigge-hallinger.de
Quelle: fair-News.de

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About admin

Der Naturwissenschaftler Dipl.-Math. Klaus-Dieter Sedlacek, Jahrgang 1948, studierte in Stuttgart neben Mathematik und Informatik auch Physik. Nach fünfundzwanzig Jahren Berufspraxis in der eigenen Firma widmet er sich nun seinen privaten Forschungsvorhaben und veröffentlicht die Ergebnisse in allgemein verständlicher Form. Darüber hinaus ist er der Herausgeber mehrerer Buchreihen unter anderem der Reihen „Wissenschaftliche Bibliothek“ und „Wissenschaft gemeinverständlich“.