03.02.2010 |Beiträge |

Der neuronale Ursprung des Glaubens.

Magnetresonanztomografieaufnahmen  eines menschlichen Gehirns Bild: solipsist Lizenz-cc-by

Magnetresonanztomografieaufnahmen eines menschlichen Gehirns Bild: solipsist Lizenz-cc-by

In der Antike wohnte Zeus, der mächtigste Gott der Griechen, auf dem Olymp. Heutige Neurowissenschaftler haben dagegen einen obersten Lenker im Hippocampus des menschlichen Gehirns aufgespürt. Haben sie die Wurzeln des Glaubens gefunden?

Ins Grübeln kamen die Forscher schon vor Jahrzehnten, als der US-amerikanische Psychologe Burrhus F. Skinner seine Untersuchungen zur Entstehung des Aberglaubens Ende der 1940er Jahre durchführte und veröffentlichte. Laut der Fachzeitschrift „Monitor on Psychology” ist Skinner der bedeutendste Psychologe des 20. Jahrhunderts.

Die Psychologie versteht unter Aberglauben keineswegs eine von den Dogmen der Kirche abweichende Glaubensform. Vielmehr gilt ein irrationales Regelwissen, das sich nicht objektiv bestätigen lässt, als Aberglaube. Irrationale Verhaltensformen zählen ebenfalls dazu. Zum Aberglauben gehört, dass Menschen an einem Freitag, den 13. nicht aus dem Haus gehen wollen, damit ihnen kein Unglück passiert oder dass sie glauben, ein persönlicher Talisman sei ursächlich für ihr Glück.

Aberglaube und Glaube hängen eng zusammen. Unter Glauben im nichtreligiösen Sinn versteht man, dass ein Sachverhalt hypothetisch für wahr gehalten wird. Das lässt im Gegensatz zum Aberglauben die Möglichkeit des Irrtums zu, ganz nach dem Motto: »Es könnte auch anders sein«. Glauben im religiösen Sinn lässt dagegen nicht zu, dass es auch anders sein könnte. Insofern gleichen religiös motivierter Glaube und die daraus folgenden Verhaltensformen dem unbestätigten Regelwissen, das in den nächsten Abschnitten näher beleuchtet wird.

Wie Glaube und Aberglaube anfangen.

Skinner untersuchte zunächst, wie Belohnung das Verhalten von Ratten oder Tauben konditioniert. Seine Lernexperimente hatten folgenden prinzipiellen Ablauf: Das Versuchstier wurde in einen Testkäfig gesetzt, der mit einem speziellen Mechanismus oder einen Hebel ausgestattet war (Skinner-Box). Ein bestimmtes Verhalten, wie die Betätigung des Hebels oder das Lösen einer Aufgabe führte dazu, dass das Versuchstier automatisch eine kleine Menge Futter erhielt. Ein mehrmaliges Zusammentreffen des bestimmten Verhaltens mit der Futterausgabe führte zu einer Konditionierung derart, dass das Versuchstier die Regel lernte, deren Befolgung belohnt wurde. Es wiederholte danach ständig die zum Erfolg führende Verhaltensweise (vgl. »How Do Your Superstitions Get Started?« http://www.youtube.com/watch?v=04TDoiqohKQ ).

In einer weiteren Versuchsreihe änderte Skinner die Regel. Er wollte wissen, was unkonditionierte Tauben lernen, wenn die automatisierte Futterausgabe mit zufälligem Zeitabstand erfolgt. Die Regel lautet in diesem Fall, dass es keine Regel gibt. Kein Verhalten konnte den zeitlichen Abstand bis zur nächsten Futterausgabe beeinflussen. Die Tauben brauchten nur zu warten, aber sonst nichts zu tun. Es geschah dennoch etwas Seltsames.

Nach dem mehrmaligen zufälligen Zusammentreffen von Flügelspreizen mit der Futterausgabe hatte die eine Taube irrtümlich »gelernt«, dass Flügelspreizen zu Futter führt. Fortan hörte sie nicht mehr auf, ihre Flügel zu spreizen, obwohl das keinerlei Einfluss darauf hatte, wann die Futterausgabe erfolgte. Eine andere Taube, deren Halsverrenkungen mehrmals mit einer Futterausgabe zusammentrafen, wollte von ihrem Tun nicht mehr lassen. Auch sie hatte ein Regelwissen gelernt, das durch nichts begründet war. Eine dritte Taube schließlich drehte sich nach kurzer Zeit immer im Kreis, weil bei ihr zweimal eine Körperdrehung mit der Futterausgabe zusammenfiel. Jede dieser Verhaltensweisen war durch keinen realen Zusammenhang begründet, aber die armen Tiere glaubten offensichtlich an ihr Regelwissen und sahen sich immer wieder bestätigt, als nach einer zufälligen Zeitdauer tatsächlich Futter kam. Die Tauben waren abergläubisch geworden.

Auch wir Menschen können sehr schnell im psychologischen Sinn abergläubisch werden. Jeder hat wahrscheinlich schon einmal Kinder vor einem Aufzug warten sehen. Die Kinder haben irgendwann einmal gelernt, dass Drücken auf dem Aufzugknopf dazu führt, dass der Aufzug kommt. Einige drücken immer wieder und wieder, obwohl der Aufzug dadurch nicht schneller kommt. Dennoch können sie von ihrem abergläubischen Tun nicht lassen. Und wenn dann der Aufzug mal schneller kommt als erwartet, fühlen sie sich in ihrem Tun bestätigt. Das Magazin „Gehirn & Geist” (Heidelberg) fasste Anfang 2009 die Ursachen von abergläubischem Verhalten so zusammen: »Menschen neigen zu der Vorstellung, gleichzeitige Ereignisse seien kausal miteinander verknüpft, obwohl sie in Wirklichkeit voneinander unabhängig sind«.

Fiktive Gesichter in verrauschten Bildern.

Das menschliche Gehirn birgt weitere Überraschungen. Es neigt nicht nur dazu Regeln zu suchen und zu finden, wo es keine gibt, es glaubt auch dort Muster zu erkennen, wo gar keine vorhanden sind. Das bekannteste Beispiel für diese Tatsache ist das Gebilde auf einem Foto von der Marssonde Viking 1 im Jahr 1976. Die Medien gaben der entdeckten Struktur die Bezeichnung »Marsgesicht«. War es das Werk intelligenter Wesen? Noch 1998 rätselte der Astronom Prof. Harald Lesch in einer Sendung des Bildungsfernsehens Alpha-Centauri: »Was ist dran am Marsgesicht?«

Im Jahr 2001 kam dann die Lösung. Die neuerliche Marssonde Global Surveyor schickte ein detailreiches Foto vom »Marsgesicht« zur Erde. Nun konnte jeder erkennen, dass das Gesicht überhaupt kein Gesicht ist, sondern eine verwitterte Felsformation, die anscheinend durch natürliche Prozesse entstand.

Manche Menschen neigen regelrecht dazu, in Zufallsmustern oder total verrauschten Bildern am Bildschirm Gesichter zu erkennen, wie der Züricher Neuropsychologe Dr. Peter Brugger im Rahmen von Experimenten nachwies. Er bezeichnete diese Menschen nach einem Bibelspruch (Matthäus 25, 32) als »Schafe«. Brugger konnte auch nachweisen, dass die zusätzliche Einnahme der Vorstufe des Botenstoffs Dopamin (L-Dopa), dazu führt, dass mehr fiktive Gesichter im Rauschen erkannt werden (vgl. bild der Wissenschaft 1/2010).

Offensichtlich scheint die Biochemie des Gehirns einen erheblichen Einfluss auf die Entstehung von Glauben bzw. Aberglauben zu haben. Und Aberglaube entsteht schnell, wie wir weiter oben gesehen haben. Diesen wieder zu verlieren bedarf es ungleich größerer Anstrengungen. Eine einfache Aufklärung genügt da selten. So kann es nicht verwundern, dass zahlreiche Menschen weiterhin glauben, beim Marsgesicht handele sich um das Werk intelligenter Wesen.

Was sind das für Gehirnfunktionen, die einerseits die Bildung von Aberglauben fördern, andererseits seine Auflösung erschweren. Seit wenigen Jahren zeichnen Hirnforscher die Umrisse eine Theorie, die allerdings erst durch Einzelfälle oder wenige Studien belegt ist. So können die Forscher nun durch die modernen bildgebenden Verfahren wie der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRI) dem Gehirn bei der Arbeit zuschauen und sind auf erstaunliche Dinge gestoßen. Die fMRI ist eine relativ junge Weiterentwicklung der klassischen Magnetresonanztomographie. Durchblutungsänderungen im Gehirn stehen mit neuronaler Aktivität im Zusammenhang. Mit dem neuen Bildgebungsverfahren können diese Änderungen nun sichtbar gemacht werden, indem der Blutgehalt des Gewebes während des Experiments mit dem eines anderen Zeitpunkts verglichen wird.

Der oberste Lenker im Hippocampus.

Nach der Theorie werden Sinnesreize, die ins Gehirn dringen, zunächst in verschiedenen Arealen des Großhirns analysiert. Bei visuellen Reizen geschieht das beispielsweise in der Sehrinde des Hinterkopfs. Anschließend werden alle Informationen dem Schläfenlappen zugeführt. Dort wird Sprache verarbeitet, den Informationen Bedeutung verliehen und Inhalte mit der Gefühlswelt verwoben. In den tieferen Regionen dieses Hirnlappens werden wertfreie Information beispielsweise mit Wut, Ekel, Glück oder auch nur Gleichgültigkeit verknüpft. Die alles entscheidende letzte Verarbeitungsstufe sitzt aber noch ein kleines Stück tiefer im Inneren, nämlich in einem Gebilde, das wegen seiner Form Hippocampus (Seepferdchen) getauft wurde.

Das Gehirn wird mit einer Unmenge von Daten überschwemmt, wichtigen und unwichtigen, sinnvollen und widersprüchlichen. Die Aufgabe des Hippocampus ist es das auszuwählen, was plausibel und wichtig ist. Das muss blitzschnell geschehen. Um der Aufgabe gerecht zu werden, vergleicht der Hippocampus das Wahrgenommene unentwegt mit Hypothesen, die parallel an anderer Stelle des Gehirns aufgestellt wurden. Beispielsweise werden halb verstandene Wortfetzen oder bruchstückhaft gehörte Sätze mit Hypothesen über das ganze Wort oder den ganzen Satz solange verglichen, bis eine der Hypothesen als die plausibelste Erklärung erscheint. Erst danach dringt das Ergebnis ins Bewusstsein. Wenn man so will, ist der Hippocampus der oberste Lenker oder Zensor im menschlichen Gehirn.

Wenn die Theorie stimmt, dann muss man davon ausgehen, dass der Plausibilitätsfilter im Hippocampus zwar effektiv arbeitet, aber auch fehleranfällig ist. Beispielsweise können Drogen oder ein Übermaß am Botenstoff Dopamin dazu führen, dass sich abergläubische Inhalte, Visionen und Halluzinationen leichter im Kopf bilden. Umgekehrt führt Dopaminmangel zu einer phantasielosen, rationalen Betrachtung der Welt.

Parkinson-Patienten, bei denen die Dopamin produzierenden Nervenzellen im Gehirn allmählich absterben, sind in ihrer Planungsfähigkeit beeinträchtigt, ohne dement zu sein und ihre Religiosität ist stark vermindert gegenüber Patienten mit anderen schweren Krankheitsverläufen. Planungsfähigkeit ist aber die Voraussetzung für die Bildung jener Hypothesen, die der Hippocampus für die Wahl der plausibelsten Alternative benötigt.

Gott im Kopf.

Ein weiteres Beispiel trug der renommierte US-amerikanische Hirnforscher Vilayanur Ramachandran vor. Eines Tages erschien der stellvertretende Leiter eines Heilsarmeebüros in seinem Labor an der University of California. Ramachandran gab ihm den Namen Paul. Der Patient erlebte immer wieder Momente großer Erleuchtung. Er fühlte sich dabei höchst beglückt und eins mit dem Schöpfer.

Die genauere Untersuchung ergab, dass Paul in jenem Teil seines Gehirns regelmäßig von elektrischen Stürmen heimgesucht wurde, in dem Informationen Bedeutung erhalten und mit Emotionen verwoben werden, nämlich dem Schläfenlappen. Paul litt unter einer Schläfenlappenepilepsie, die ihn nicht bewusstlos werden ließ, sondern Halluzinationen bescherte. »Ramanchandran und seine Mitstreiter suchen nun nach Gott im Kopf« (zitiert nach Spiegel Special 4/2003) und weiter: »Noch allerdings steht die neu ausgerufene Disziplin der ‘Neurotheologie’ am Anfang.«

Ramanchandrans Eifer schießt wohl über das Ziel hinaus. Er hat die Rechnung ohne den obersten Zensor in Pauls Kopf, dem Hippocampus, gemacht. Denn dieser ist es, der ein ‘eins sein mit dem Schöpfer’ als wahrscheinlichste Hypothese zulässt. Die Störungen durch das elektrische Gewitter des epileptischen Anfalls können vom Hippocampus nicht richtig bewertet werden, weil keine alternativen Hypothesen zur Verfügung stehen. Wenn man weiß, wie ein Gehirn gestrickt ist, verwundert es nicht, wenn jeder »normale« Mensch dem einen oder anderen Glauben, um nicht zu sagen Aberglauben, anhängt. Das gilt umso mehr, wenn es im Gehirn zu Fehlfunktionen kommt.

Die trivial erscheinende Lehre, die man aus den Experimenten ziehen muss, ist folgende: Glaube darf nicht mit Wahrheit verwechselt werden. Wenn es überhaupt Zusammenhänge von Glaubensinhalten mit der physikalischen Realität gibt, so können diese ganz anders aussehen, als man sich vorstellt. - Klaus-Dieter Sedlacek

Science-Wissen

Zwillingsparadoxon nachgerechnet

17. Okt. 2014

Viele meiner Webseiten mache ich nicht für Publikum sondern für mich. Als ich noch aktiv in Internetforen über Relativitätstheorie debattiert habe, hatte ich mir einmal die Arbeit gemacht, das Zwillingsparadoxon der Relativitätstheorie detailliert nachzurechnen. Die Rechnungen machte ich mit Bleistift auf Papier und als alles fertig war, machte ich eine Website draus, damit ich die [...]- Weiterlesen

Narbenhaut – Ein starkes Fantasy-Hörspiel mit Tiefendimensionen von Dane Rahlmeyer

11. Okt. 2014

Die Diskussion zum Blogpost der letzten Woche um die Rolle von Mythen in der modernen Fantasy hatte sich sehr schnell auf Bücher konzentriert. Doch machen wir uns bewusst: Schrift ist erst wenige tausend Jahre alt – davor (und daneben) wurden Erzählungen vor allem gehört! Und interessanterweise sind es gerade die neuen Medien und Technologien (wie [...]- Weiterlesen

Facebook-Führerschein und Freisurfer

11. Okt. 2014

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Eine Antwort an Rolf Nemitz

03. Okt. 2014

Rolf Nemitz betreibt den Blog »Lacan entziffern« und ist in relevanten Kreisen kein unbekannter Name. Heute hat er in seinem Blog einen Text veröffentlicht zu meiner im vorigen Jahr bei Merve erschienenen Übersetzung von Itzhak Benyaminis »Narzisstischer Universalismus. Eine psychoanalytische Untersuchung der Paulusbriefe mit Freud und Lacan«. Es ist irgendwie schon interessant zu lesen, wie [...]- Weiterlesen

Old School Infografik

03. Okt. 2014

Ich hätte nicht gedacht, dass es mir einmal Spaß machen würde, meine alten Lernaufschriebe aus dem Studium durchzublättern. Als ich wegen eines Umzugs den Drang zum Aussortieren verspürte – mehr als 6 Umzugskisten und ich komme mir vor wie ein „Horder“ – fand ich meine Notizen zur „Entstehung der Arten“ von Darwin wieder, die ich [...]- Weiterlesen

Hyperactive Agency Detection Device (HADD) und Natürliche Selektion

02. Okt. 2014

Mein Blognachbar Michael Blume von Natur des Glaubens wird des Öfteren wegen seiner Studienergebnisse zur Religiosität und Kinderzahl, persönlich und fachlich angegriffen. Fazit seiner Forschungsarbeiten: Religiöse haben im Durchschnitt mehr Kinder als Nichtreligiöse. Viele Blogleser stellen dann die Frage: Kommt dieser Fortpflanzungserfolg durch natürliche (gerichtete) Selektion zustande? (Mehr in: WissensLogs)

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On writing about agriculture

02. Okt. 2014

A few weeks or even months ago a farmer asked for an article about my way of communication in agriculture as I’m doing this already since 2010. During this time i wrote about a couple of examples, which might be interesting, because the reactions of my readers turned out to be a lot different from [...]- Weiterlesen

Kosmos

Fünf Jahre „Graue Substanz“

31. Okt. 2014

Gut, dass in jeder wissenschaftlichen Arbeitsgruppe stets so viel passiert, dass es gerade in einen Blog passt. Nach diesem Motto schreib ich die „Graue Substanz“. Sie wird an diesem Wochenende fünf Jahre alt.  Im Gehirn zeigt die graue Substanz mit dem Alter funktionelle und strukturelle Veränderungen. Nicht anders ist es mit der „Grauen Substanz“ auf SciLogs: [...]- Weiterlesen

Antares kurz nach Start explodiert

29. Okt. 2014

Eine Rakete der US-amerikanischen Firma Orbital Sciences vom Typ Antares ist in der vergangenen Nacht kurz nach ihrem Start auf Wallops Island an der amerikanischen Ostküste (Bundesstaat Virginia) explodiert. Zu Schaden ist dabei offenbar niemand gekommen, doch die Zerstörungen am Boden sind beachtlich. Die Rakete sollte eine unbemannte Raumfähre vom Typ Cygnus mit 2290 Kilogramm [...]- Weiterlesen

Die Chinesen sind hinter dem Mond

28. Okt. 2014

Am 23.10.2014 hat China die Technologiedemonstratormission Chang’E 5-T1 gestartet. Mit dieser soll der gezielte Wiedereintritt einer Kapsel erprobt werden. Diese Fähigkeiten werden bei der zukünftigen  Probenrückführungsmission Chang’E-5 zum Einsatz kommen. (Mehr in: KosmoLogs)

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Alles fließt. Über die optimale Leistungserfahrung und den Weg dahin

28. Okt. 2014

Michaela Brohm Alles fließt. Alles fließt. Fast könnte man glauben, Heraklit hätte eine glücksbringende, optimale Leistungserfahrung beschrieben. Eigentlich wollte ich hier jetzt die Wissenschaftsdoku “Tödliche Langeweile” kommentieren und über Langeweile (bzw. Boreout) und Stress (bzw. Burnout) schreiben. Und darüber, dass beides auf die Dauer oft zu ähnlichen Symptomen führt: zu physischen und psychischen Erkrankungen, insbesondere [...]- Weiterlesen

Mars begegnet Lagunennebel

28. Okt. 2014

Den Besuch von Komet C/2013 A1 Siding Spring habe ich wetterbedingt nicht selbst ablichten können (es wäre auch nichts Spektakuläres dabei herausgekommen), dafür gelang mir vorgestern Abend dieser Schnappschuss vom Roten Planeten und dem Lagunennebel M8. Leider verhinderten schnell aufziehende Wolken eine Bildserie, so dass es sich nur um ein Einzelbild handelt. Die Passage war [...]- Weiterlesen

Vier Tage Raumfahrt im hohen Norden

27. Okt. 2014

Zwischen dem 13. Und 15. November werden in diesem Jahr zum 30. Mal wieder die legendären Raumfahrttage in Neubrandenburg stattfinden. Sie sind eine unerreichte Mischung aus Familientreffen für Raumfahrtfans, Reminiszenzen an die Raumfahrtgeschichte (unter besonderer Berücksichtigung der Ost-Raumfahrt), Vorträgen über die neuesten Zukunftsaspekte, Diskussionsforen mit Fachleuten und Raumfahrern, Signierstunden, und vor allem auch dem persönlichen [...]- Weiterlesen

Existiert ein transzendenter physikalischer Bereich jenseits von Raum und Zeit?

Eine faszinierend rationale, wissenschaftliche Erklärung für die Existenz eines transzendenten physikalischen Bereichs jenseits von Raum und Zeit findet sich hier:

Experten zu aktuellen Themen

Tweet by @I_W_M: Copywrong

30. Okt. 2014

@I_W_M: This case should contain a #WW1 soldier’s letter. B/c of UK copyright laws the letter cannot be displayed #catch2039 pic.twitter.com/U2L6I3SkAv https://twitter.com/I_W_M/status/527419674624294914 (Mehr in: BrainLogs)

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Gurken machen nicht schwanger, verursacht Schokolade Migräne?

29. Okt. 2014

Saure Gurken essen macht Frauen nicht schwanger. Über Migräne wurden wir noch nicht richtig aufgeklärt, der physiologische Mechanismus liegt weiterhin im Dunklen. So kommt es leicht zu Verwechslungen, die wir jetzt durch Besonderheiten im funktionellen Konnektom bei Migränikern erklären.  Einen neuen Mechanismus, nämlich wie bei Migräne Auslöser und Symptome der Erkrankung ununterscheidbar verschmelzen können, schlagen wir jetzt [...]- Weiterlesen

Desaster auf Wallops Island

29. Okt. 2014

Ob man das Cygnus-Raumschiff CRS ORB-3, das gestern auf der Startanlage von Wallops Island in einem spektakulären Feuerwerk endete, unbedingt nach dem verstorbenen Astronauten Deke Slayton (USS Deke Slayton) benennen musste, wurde schon im Vorfeld diskutiert. Zugegebenermaßen weder besonders hitzig, noch besonders ernsthaft. Eher mit mild-ironischem Hinterton. Slayton war während der bemannten Raumfahrtprogramme Mercury, Gemini, [...]- Weiterlesen

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Doch kein Doppelschlag!

28. Okt. 2014

Manchmal stellt man im Brustton der Überzeugung Behauptungen auf, die bei näherer Betrachtung so dann doch nicht haltbar sind. Denn oft stellen neue Erkenntnisse die alten in Frage. So zu Beispiel meine kühne Behauptung eines Doppeleinschlags bei den Clearwater Lake Kratern in Kanada. (Mehr in: BrainLogs)

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Human Brain Project – erstes Jahr, erster Streit

27. Okt. 2014

Kann man ein menschliches Gehirn in einem Computer simulieren? Das Human Brain Project (HBP) möchte genau das herausfinden. Sein Initiator Henry Markram verspricht, dass er mit einer gemeinsamen Anstrengung von mehreren Hundert europäischen Wissenschaftlern bis 2023 dieses Wunder vollbracht haben wird. Aber jetzt gibt es erst einmal Streit. Die Auseinandersetzung wirft ein Schlaglicht auf die [...]- Weiterlesen

Gehirn und Geist von den Anfängen zur Kindesentwicklung – ein Interview mit Katja Gaschler

27. Okt. 2014

Hallo Katja, wie bist du zu „Gehirn und Geist“ (GuG) gekommen? Katja Gaschler: Eine Freundin schickte mir eine Stellenanzeige aus der ZEIT, gesucht wurde ein Redakteur mit dem Spezialgebiet Psychologie/Hirnforschung. Ich habe am nächsten Tag angerufen und hatte – das war Glück – gleich den damaligen Chefredakteur von Spektrum der Wissenschaft an der Strippe! Dass eine [...]- Weiterlesen

Zunehmende Mondsichel in Konjunktion mit Riesenstern

26. Okt. 2014

Wer wie ich immer eine Kamera dabei hat und dazu keine Hemmungen, ein Foto-Motiv zur Not auch mal an den Haaren herbeizuziehen, der schreckt auch nicht vor dem Fabrizieren einer solchen “Syzygie” zurück. Autsch. (Mehr in: BrainLogs)

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Soziales Frieren

26. Okt. 2014

Apple und Facebook zahlen den bei ihnen angestellten Frauen eine Operation, bei der Eizellen abgesaugt und eingefroren werden. Die Eizellen können dann zu einem späteren Zeitpunkt befruchtet und eingesetzt werden. Dieses Verfahren der Verwahrung von Eizellen ohne medizinische Indikation heißt „Sozial Freezing“. Diese Meldung hat in Deutschland eine enorme Reaktion hervorgerufen. Ich möchte die Diskussion [...]- Weiterlesen

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie README.txt #3

26. Okt. 2014

Was gab es diese Woche im Biomedical Engineering? Skepsis, denn der Placeboeffekt blieb aus. In der Zeitschrift “Journal of Neurology, Neurosurgy & Psychiatry” wurde im April berichtet, dass bei Parkinson das ausgeprägte Rumpfvorneigung beim Stehen und Gehen sich durch Magnetstimulation im Bereich der Wirbelsäule (repetitive transspinale Magnetstimulation, rTSMS) verbessern lässt. Allerdings kamen sogleich Zweifel auf, ob [...]- Weiterlesen

Wie man Ebola besiegt – wenn man denn wirklich will

25. Okt. 2014

Nun gibt es also auch einen Ebola-Fall in New York. Freunde des Katastrophenfilms wissen: Erst wenn New York betroffen ist, geht es richtig los (mit Dank an @donalbain_de). Gut unterwegs ist allerdings schon die allgemeine Hysterie – allerdings nicht in Westafrika, wo man das nachvollziehen könnte, sondern in Europa und ganz besonders drüben in den [...]- Weiterlesen

Die Freude am Lesen und Schreiben – Ein Dank und ein #Shelfie

25. Okt. 2014

Zwei befreundete, evangelische Pfarrerinnen hatten mich via Facebook “nominiert”, über etwas zu schreiben, was mich zuletzt sehr dankbar gemacht hat. An solchen Nominierungen beteilige ich mich eigentlich ungerne, aber diese führte zu einer Blog-Idee. Denn gerade heute hatte ich die Gelegenheit, einen Schatz meiner Kindheit weiter zu geben – meine Tochter erhielt heute den zerlesenen, [...]- Weiterlesen

Monster zwischen Nebel und Wolken

25. Okt. 2014

Angeregt durch Michael Khans Beobachtungen habe ich selbst gestern direkt nach Auflockerung des dichten Nebels über Riedstadt einen Blick auf die Sonne geworfen. Zunächst nur mit der Sonnenschutzfolie ohne Vergrößerungshilfe. Und da war ich schon verblüfft, wie stark dieses Monster von Sonnenfleck schon aus der Sonnenscheibe hervorstach. Einen solch großen Sonnenfleck habe ich noch nicht [...]- Weiterlesen

neuer Fax: Bildband Doppelmayr 1742 – wow!

25. Okt. 2014

allmählich wird’s zur Gewohnheit, dass vom Albireo-Verlag Spitzenqualität kommt: NEU: der Atlas Coelestis von Johann G. Doppelmayr, 1742 (Faksimile-Print erschien im September 2014), Hier die Infos zum Buch auf der Webseite des Verlags. Lobpreisungen geistern schon seit schon seit der AG-Tagung über die internationale AstroHistorikerMailingliste und sonst durchs Web und inzwischen ist das Buch auch [...]- Weiterlesen

Bücher von Klaus-D. Sedlacek

Computer und Technologie

Apple, Samsung und Nokia: Welche Smartphone-Kamera ist die beste?

31. Okt. 2014

Ein Vergleich der Kameras von Nokia Lumia 930, Samsung Galaxy S5, iPhone 6 und iPhone 6 Plus: Welches Smartphone bietet die beste Foto- und Videoqualität? (Mehr in: ZEIT ONLINE: Alles digital)

Alexander Dobrindt: Datenschützer warnen vor Zweckentfremdung des Maut-Systems

31. Okt. 2014

Ob die Pkw-Maut bezahlt ist, will Verkehrsminister Dobrindt über die Autokennzeichen kontrollieren. Theoretisch könnten so auch Bewegungsprofile erstellt werden. (Mehr in: ZEIT ONLINE: Alles digital)

Mathematik: Gegen Zombies hilft nur Kopfrechnen

31. Okt. 2014

Mit den Apps “Math vs. Zombies” und “Mystery Math Town” verliert Kopfrechnen seinen Grusel. Das bestätigt unser siebenjähriger App-Tester. (Mehr in: ZEIT ONLINE: Alles digital)

Tippen mit Tom Hanks

31. Okt. 2014

Der beliebte Schauspieler hat eine eigene iPad-App entwickeln lassen, die die Arbeit an der Schreibmaschine erstaunlich realitätsnah nachbildet.

(Mehr in: Technology Review)

Ihr Handy weiß, wenn es Ihnen schlecht geht

31. Okt. 2014

Bewegungsanalysen, Toninformationen und Ortsdaten aus Smartphones können Stress und Depression vorhersagen.

(Mehr in: Technology Review)

Billige Ebola-Diagnosen auf Papierbasis

31. Okt. 2014

Man kennt es von Schwangerschaftstests: Einfache Streifen können bedeutende Informationen liefern. US-Forscher wollen dieses Prinzip, biotechnisch verfeinert, jetzt auch für das Erkennen schwerster Krankheiten nutzen.

(Mehr in: Technology Review)

Retro-Games: Hinter Dir, ein dreiköpfiger Affe!

30. Okt. 2014

Sie waren stilprägend für das Genre der Adventure- und Weltraumspiele und doch lange Zeit nicht digital verfügbar. Jetzt kommen LucasArts-Klassiker wie “X-Wing” zurück. (Mehr in: ZEIT ONLINE: Alles digital)

Deutsche Flughäfen: Körperscanner sollen nun doch eingeführt werden

30. Okt. 2014

Die neuen Geräte sind einem Bericht zufolge für deutsche Flughäfen geeignet. Die Vorgängermodelle waren in Testläufen noch durchgefallen. (Mehr in: ZEIT ONLINE: Alles digital)

Laura Poitras: “Wir leben in dunklen Zeiten”

30. Okt. 2014

Mit “Citizenfour” verneigt sich Laura Poitras vor dem Mut von Edward Snowden. Aber nicht Whistleblower sollten den Bürgern sagen müssen, was ihre Regierung tut. (Mehr in: ZEIT ONLINE: Alles digital)

Gottfrid Svartholm Warg: Pirate-Bay-Gründer wegen Hackerangriffen verurteilt

30. Okt. 2014

Der IT-Experte Gottfrid Svartholm Warg muss im Gefängnis bleiben. Er soll ein dänisches Computerunternehmen gehackt haben. Völlig überzeugt war das Gericht aber nicht. (Mehr in: ZEIT ONLINE: Alles digital)