03.02.2010 |Beiträge |

Der neuronale Ursprung des Glaubens.

Magnetresonanztomografieaufnahmen  eines menschlichen Gehirns Bild: solipsist Lizenz-cc-by

Magnetresonanztomografieaufnahmen eines menschlichen Gehirns Bild: solipsist Lizenz-cc-by

In der Antike wohnte Zeus, der mächtigste Gott der Griechen, auf dem Olymp. Heutige Neurowissenschaftler haben dagegen einen obersten Lenker im Hippocampus des menschlichen Gehirns aufgespürt. Haben sie die Wurzeln des Glaubens gefunden?

Ins Grübeln kamen die Forscher schon vor Jahrzehnten, als der US-amerikanische Psychologe Burrhus F. Skinner seine Untersuchungen zur Entstehung des Aberglaubens Ende der 1940er Jahre durchführte und veröffentlichte. Laut der Fachzeitschrift „Monitor on Psychology” ist Skinner der bedeutendste Psychologe des 20. Jahrhunderts.

Die Psychologie versteht unter Aberglauben keineswegs eine von den Dogmen der Kirche abweichende Glaubensform. Vielmehr gilt ein irrationales Regelwissen, das sich nicht objektiv bestätigen lässt, als Aberglaube. Irrationale Verhaltensformen zählen ebenfalls dazu. Zum Aberglauben gehört, dass Menschen an einem Freitag, den 13. nicht aus dem Haus gehen wollen, damit ihnen kein Unglück passiert oder dass sie glauben, ein persönlicher Talisman sei ursächlich für ihr Glück.

Aberglaube und Glaube hängen eng zusammen. Unter Glauben im nichtreligiösen Sinn versteht man, dass ein Sachverhalt hypothetisch für wahr gehalten wird. Das lässt im Gegensatz zum Aberglauben die Möglichkeit des Irrtums zu, ganz nach dem Motto: »Es könnte auch anders sein«. Glauben im religiösen Sinn lässt dagegen nicht zu, dass es auch anders sein könnte. Insofern gleichen religiös motivierter Glaube und die daraus folgenden Verhaltensformen dem unbestätigten Regelwissen, das in den nächsten Abschnitten näher beleuchtet wird.

Wie Glaube und Aberglaube anfangen.

Skinner untersuchte zunächst, wie Belohnung das Verhalten von Ratten oder Tauben konditioniert. Seine Lernexperimente hatten folgenden prinzipiellen Ablauf: Das Versuchstier wurde in einen Testkäfig gesetzt, der mit einem speziellen Mechanismus oder einen Hebel ausgestattet war (Skinner-Box). Ein bestimmtes Verhalten, wie die Betätigung des Hebels oder das Lösen einer Aufgabe führte dazu, dass das Versuchstier automatisch eine kleine Menge Futter erhielt. Ein mehrmaliges Zusammentreffen des bestimmten Verhaltens mit der Futterausgabe führte zu einer Konditionierung derart, dass das Versuchstier die Regel lernte, deren Befolgung belohnt wurde. Es wiederholte danach ständig die zum Erfolg führende Verhaltensweise (vgl. »How Do Your Superstitions Get Started?« http://www.youtube.com/watch?v=04TDoiqohKQ ).

In einer weiteren Versuchsreihe änderte Skinner die Regel. Er wollte wissen, was unkonditionierte Tauben lernen, wenn die automatisierte Futterausgabe mit zufälligem Zeitabstand erfolgt. Die Regel lautet in diesem Fall, dass es keine Regel gibt. Kein Verhalten konnte den zeitlichen Abstand bis zur nächsten Futterausgabe beeinflussen. Die Tauben brauchten nur zu warten, aber sonst nichts zu tun. Es geschah dennoch etwas Seltsames.

Nach dem mehrmaligen zufälligen Zusammentreffen von Flügelspreizen mit der Futterausgabe hatte die eine Taube irrtümlich »gelernt«, dass Flügelspreizen zu Futter führt. Fortan hörte sie nicht mehr auf, ihre Flügel zu spreizen, obwohl das keinerlei Einfluss darauf hatte, wann die Futterausgabe erfolgte. Eine andere Taube, deren Halsverrenkungen mehrmals mit einer Futterausgabe zusammentrafen, wollte von ihrem Tun nicht mehr lassen. Auch sie hatte ein Regelwissen gelernt, das durch nichts begründet war. Eine dritte Taube schließlich drehte sich nach kurzer Zeit immer im Kreis, weil bei ihr zweimal eine Körperdrehung mit der Futterausgabe zusammenfiel. Jede dieser Verhaltensweisen war durch keinen realen Zusammenhang begründet, aber die armen Tiere glaubten offensichtlich an ihr Regelwissen und sahen sich immer wieder bestätigt, als nach einer zufälligen Zeitdauer tatsächlich Futter kam. Die Tauben waren abergläubisch geworden.

Auch wir Menschen können sehr schnell im psychologischen Sinn abergläubisch werden. Jeder hat wahrscheinlich schon einmal Kinder vor einem Aufzug warten sehen. Die Kinder haben irgendwann einmal gelernt, dass Drücken auf dem Aufzugknopf dazu führt, dass der Aufzug kommt. Einige drücken immer wieder und wieder, obwohl der Aufzug dadurch nicht schneller kommt. Dennoch können sie von ihrem abergläubischen Tun nicht lassen. Und wenn dann der Aufzug mal schneller kommt als erwartet, fühlen sie sich in ihrem Tun bestätigt. Das Magazin „Gehirn & Geist” (Heidelberg) fasste Anfang 2009 die Ursachen von abergläubischem Verhalten so zusammen: »Menschen neigen zu der Vorstellung, gleichzeitige Ereignisse seien kausal miteinander verknüpft, obwohl sie in Wirklichkeit voneinander unabhängig sind«.

Fiktive Gesichter in verrauschten Bildern.

Das menschliche Gehirn birgt weitere Überraschungen. Es neigt nicht nur dazu Regeln zu suchen und zu finden, wo es keine gibt, es glaubt auch dort Muster zu erkennen, wo gar keine vorhanden sind. Das bekannteste Beispiel für diese Tatsache ist das Gebilde auf einem Foto von der Marssonde Viking 1 im Jahr 1976. Die Medien gaben der entdeckten Struktur die Bezeichnung »Marsgesicht«. War es das Werk intelligenter Wesen? Noch 1998 rätselte der Astronom Prof. Harald Lesch in einer Sendung des Bildungsfernsehens Alpha-Centauri: »Was ist dran am Marsgesicht?«

Im Jahr 2001 kam dann die Lösung. Die neuerliche Marssonde Global Surveyor schickte ein detailreiches Foto vom »Marsgesicht« zur Erde. Nun konnte jeder erkennen, dass das Gesicht überhaupt kein Gesicht ist, sondern eine verwitterte Felsformation, die anscheinend durch natürliche Prozesse entstand.

Manche Menschen neigen regelrecht dazu, in Zufallsmustern oder total verrauschten Bildern am Bildschirm Gesichter zu erkennen, wie der Züricher Neuropsychologe Dr. Peter Brugger im Rahmen von Experimenten nachwies. Er bezeichnete diese Menschen nach einem Bibelspruch (Matthäus 25, 32) als »Schafe«. Brugger konnte auch nachweisen, dass die zusätzliche Einnahme der Vorstufe des Botenstoffs Dopamin (L-Dopa), dazu führt, dass mehr fiktive Gesichter im Rauschen erkannt werden (vgl. bild der Wissenschaft 1/2010).

Offensichtlich scheint die Biochemie des Gehirns einen erheblichen Einfluss auf die Entstehung von Glauben bzw. Aberglauben zu haben. Und Aberglaube entsteht schnell, wie wir weiter oben gesehen haben. Diesen wieder zu verlieren bedarf es ungleich größerer Anstrengungen. Eine einfache Aufklärung genügt da selten. So kann es nicht verwundern, dass zahlreiche Menschen weiterhin glauben, beim Marsgesicht handele sich um das Werk intelligenter Wesen.

Was sind das für Gehirnfunktionen, die einerseits die Bildung von Aberglauben fördern, andererseits seine Auflösung erschweren. Seit wenigen Jahren zeichnen Hirnforscher die Umrisse eine Theorie, die allerdings erst durch Einzelfälle oder wenige Studien belegt ist. So können die Forscher nun durch die modernen bildgebenden Verfahren wie der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRI) dem Gehirn bei der Arbeit zuschauen und sind auf erstaunliche Dinge gestoßen. Die fMRI ist eine relativ junge Weiterentwicklung der klassischen Magnetresonanztomographie. Durchblutungsänderungen im Gehirn stehen mit neuronaler Aktivität im Zusammenhang. Mit dem neuen Bildgebungsverfahren können diese Änderungen nun sichtbar gemacht werden, indem der Blutgehalt des Gewebes während des Experiments mit dem eines anderen Zeitpunkts verglichen wird.

Der oberste Lenker im Hippocampus.

Nach der Theorie werden Sinnesreize, die ins Gehirn dringen, zunächst in verschiedenen Arealen des Großhirns analysiert. Bei visuellen Reizen geschieht das beispielsweise in der Sehrinde des Hinterkopfs. Anschließend werden alle Informationen dem Schläfenlappen zugeführt. Dort wird Sprache verarbeitet, den Informationen Bedeutung verliehen und Inhalte mit der Gefühlswelt verwoben. In den tieferen Regionen dieses Hirnlappens werden wertfreie Information beispielsweise mit Wut, Ekel, Glück oder auch nur Gleichgültigkeit verknüpft. Die alles entscheidende letzte Verarbeitungsstufe sitzt aber noch ein kleines Stück tiefer im Inneren, nämlich in einem Gebilde, das wegen seiner Form Hippocampus (Seepferdchen) getauft wurde.

Das Gehirn wird mit einer Unmenge von Daten überschwemmt, wichtigen und unwichtigen, sinnvollen und widersprüchlichen. Die Aufgabe des Hippocampus ist es das auszuwählen, was plausibel und wichtig ist. Das muss blitzschnell geschehen. Um der Aufgabe gerecht zu werden, vergleicht der Hippocampus das Wahrgenommene unentwegt mit Hypothesen, die parallel an anderer Stelle des Gehirns aufgestellt wurden. Beispielsweise werden halb verstandene Wortfetzen oder bruchstückhaft gehörte Sätze mit Hypothesen über das ganze Wort oder den ganzen Satz solange verglichen, bis eine der Hypothesen als die plausibelste Erklärung erscheint. Erst danach dringt das Ergebnis ins Bewusstsein. Wenn man so will, ist der Hippocampus der oberste Lenker oder Zensor im menschlichen Gehirn.

Wenn die Theorie stimmt, dann muss man davon ausgehen, dass der Plausibilitätsfilter im Hippocampus zwar effektiv arbeitet, aber auch fehleranfällig ist. Beispielsweise können Drogen oder ein Übermaß am Botenstoff Dopamin dazu führen, dass sich abergläubische Inhalte, Visionen und Halluzinationen leichter im Kopf bilden. Umgekehrt führt Dopaminmangel zu einer phantasielosen, rationalen Betrachtung der Welt.

Parkinson-Patienten, bei denen die Dopamin produzierenden Nervenzellen im Gehirn allmählich absterben, sind in ihrer Planungsfähigkeit beeinträchtigt, ohne dement zu sein und ihre Religiosität ist stark vermindert gegenüber Patienten mit anderen schweren Krankheitsverläufen. Planungsfähigkeit ist aber die Voraussetzung für die Bildung jener Hypothesen, die der Hippocampus für die Wahl der plausibelsten Alternative benötigt.

Gott im Kopf.

Ein weiteres Beispiel trug der renommierte US-amerikanische Hirnforscher Vilayanur Ramachandran vor. Eines Tages erschien der stellvertretende Leiter eines Heilsarmeebüros in seinem Labor an der University of California. Ramachandran gab ihm den Namen Paul. Der Patient erlebte immer wieder Momente großer Erleuchtung. Er fühlte sich dabei höchst beglückt und eins mit dem Schöpfer.

Die genauere Untersuchung ergab, dass Paul in jenem Teil seines Gehirns regelmäßig von elektrischen Stürmen heimgesucht wurde, in dem Informationen Bedeutung erhalten und mit Emotionen verwoben werden, nämlich dem Schläfenlappen. Paul litt unter einer Schläfenlappenepilepsie, die ihn nicht bewusstlos werden ließ, sondern Halluzinationen bescherte. »Ramanchandran und seine Mitstreiter suchen nun nach Gott im Kopf« (zitiert nach Spiegel Special 4/2003) und weiter: »Noch allerdings steht die neu ausgerufene Disziplin der ‘Neurotheologie’ am Anfang.«

Ramanchandrans Eifer schießt wohl über das Ziel hinaus. Er hat die Rechnung ohne den obersten Zensor in Pauls Kopf, dem Hippocampus, gemacht. Denn dieser ist es, der ein ‘eins sein mit dem Schöpfer’ als wahrscheinlichste Hypothese zulässt. Die Störungen durch das elektrische Gewitter des epileptischen Anfalls können vom Hippocampus nicht richtig bewertet werden, weil keine alternativen Hypothesen zur Verfügung stehen. Wenn man weiß, wie ein Gehirn gestrickt ist, verwundert es nicht, wenn jeder »normale« Mensch dem einen oder anderen Glauben, um nicht zu sagen Aberglauben, anhängt. Das gilt umso mehr, wenn es im Gehirn zu Fehlfunktionen kommt.

Die trivial erscheinende Lehre, die man aus den Experimenten ziehen muss, ist folgende: Glaube darf nicht mit Wahrheit verwechselt werden. Wenn es überhaupt Zusammenhänge von Glaubensinhalten mit der physikalischen Realität gibt, so können diese ganz anders aussehen, als man sich vorstellt. - Klaus-Dieter Sedlacek

Science-Wissen

Warum Materie hart ist

11. Apr. 2014

Was ist Materie? Diesen Titel schlug Michael Blume vor, als ich auf Facebook fragte, was sich meine Lesenden als Blog-Thema wünschen würden. Was-ist-Fragen sind für mich als Physiker immer etwas schwierig, ich habe mir also einen Aspekt herausgesucht, zu dem die Physik was zu sagen hat: Warum ist Materie hart?

Wir kennen Materie in drei Aggregatzuständen: [...]- Weiterlesen

Mesonen-Zoo

16. Mrz. 2014

Meine kleine Serie über das Quarkmodell der Elementarteilchen möchte ich heute mit einer Zoologie der Mesonen fortsetzen. Im Beitrag zum vierten Meson bin ich stillschweigend davon ausgegangen, dass uns nur das Upquark und das Downquark interessieren. Nun möchte ich die anderen hinzunehmen.

Die von mir gezeichete Tabelle zweigt bei weitem nicht alle Mesonen. Es handelt [...]- Weiterlesen

Missverstandene Relativitätstheorie

14. Mrz. 2014

Albert Einstein, Entwickler der Relativitätstheorien und Entdecker des Photoeffekts, wurde am 14. März 1879 geboren. Heute wäre er also 135 Jahre alt geworden. Ich nehme das zum Anlass, einmal eine Liste von beliebten Irrtümern zur Relativitätstheorie zusammenzustellen.

Hier also meine sieben liebsten Irrtümer zur Relativitätstheorie1:

1. Alles ist relativ

Mit einem erkenntnistheoretischen oder gar ontologischen [...]- Weiterlesen

Das vierte Pion und das neunte Gluon

13. Mrz. 2014

In meinem vorletzten Beitrag über die sechsunddreißig Quarks und acht Gluonen ist eine Frage übrig geblieben: Gibt es noch ein neuntes Gluon? Die Antwort ist – ich nehme es gerne vorweg – Nein. Aber zunächst möchte ich die Fragestellung mit einer Analogie erklären, die auch aus der Teilchenwelt kommt und zum morgigen Pi-Tag passt, dem Pi-Meson. [...]- Weiterlesen

Marie Sklodowska Curie

08. Mrz. 2014

Heute, am Weltfrauentag, möchte ich an eine großartige Wissenschaftlerin erinnern, deren Biografie ich vor Jahren gelesen habe und die mich aus vielen Gründen sehr fasziniert hat. Marie Curie hat nicht nur einige Elemente entdeckt und erstmals erkannt, dass Radioaktivität etwas ganz anderes ist als die chemischen Reaktionen, die man bis dahin kannte. Sie ist auch [...]- Weiterlesen

Sechsunddreißig Quarks und acht Gluonen

01. Mrz. 2014

Elementarteilchenphysik kann verwirrend sein. Es gibt im Standardmodell einfach zu viele Teilchen und zu viele freie Parameter, die die Theorie nicht vorhersagt und die folglich nur experimentell bestimmt werden. Es gibt aber auch Zahlen im Standardmodell, die zwingend sind. Die sich logisch erklären lassen. Zum Beispiel, warum ich zuerst naiv davon ausging, dass es neun [...]- Weiterlesen

Weniger Mathematik wagen

23. Feb. 2014

In Baden-Würtemberg, so war zu lesen, soll Biologie als Fach abgeschafft werden. Zumindest in der 5. und 6. Klassenstufe wird erprobt, keinen eigenständigen Biologieunterricht mehr anzubieten, sondern eine Fächerkombination Naturphänomene und Technik. Dagegen lässt sich einwenden, dass es keine gute Idee sei, Biologie durch fachfremde Lehrkräfte vermitteln zu lassen. Es lässt sich aber auch argumentieren, dass fächerübergreifender Unterricht [...]- Weiterlesen

Kosmos

Der blutrote Mond über Chile…

15. Apr. 2014

…zierte sich erst noch etwas, zumindest im Süden das langen Landes, wo Wolken und Regen sich ihm in den Weg stellten. Praktisch mit Totalitätsbeginn klarte der Himmel dann aber doch auf. So gelangen mir einige gute Fotos der ersten von zwei totalen Mondfinsternissen des Jahres 2014.

(Mehr in: Himmelslichter)

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Norweger ziehen “Fallschirmmeteoriten-Theorie” zurück

08. Apr. 2014

Die ziemlich einhellige Ablehnung der internationalen Community war am Ende doch zu überzeugend: Die norwegischen Geologen und Meteoritenjäger haben ihre Behauptung, ein Fallschirmspringer habe einen fallenden Meteoriten gefilmt, zurückgezogen. “The good news: The crowdsourcing was a success. The bad news: There is no meteorite. It was a rock accidentally packed into the parachute,” schreiben sie [...]- Weiterlesen

Keine Bestätigung des Alpha-Centauri-Planeten

07. Apr. 2014

Mit großem Presserummel hatte die ESO im Oktober 2012 die Entdeckung eines Planeten bei Alpha Centauri B verkündet, bei einem der drei erdnächsten Sterne nach der Sonne also. Dieser Planet habe eine Erdmasse und laufe in 3,24 Tagen um seinen Stern, berichteten die Forscher damals in der Zeitschrift Nature. Der Rummel war so groß, dass [...]- Weiterlesen

Why the Norwegian “Skydiving Meteorite” came from Earth, not from Space…

05. Apr. 2014

…habe ich wegen des internationalen Interesses in meinem englischsprachigen Blog aufgeschrieben. Michael Khan hat gestern bereits ausführlich über diese – unglaublich klingende – Geschichte berichtet: Ein norwegischer Fallschirmspringer behauptet, beim Sprung wenige Meter von einem Meteoriten verfehlt worden zu sein. Das Video ist wirklich beeindruckend. Allerdings bin ich mir sehr sicher, dass der Stein, wenngleich [...]- Weiterlesen

Mars in Opposition

28. Mrz. 2014

Am 8. April ist es wieder soweit: Unser Nachbarplanet Mars steht in Opposition. Das bedeutet, dass er an diesem Tag der Sonne genau gegenüber steht. Er ist dann die gesamte Nacht zu sehen und nimmt außerdem seine erdnächste Position ein, erscheint also im Teleskop besonders groß. Bereits jetzt ist Mars gut zu sehen: Er erscheint [...]- Weiterlesen

Deutschlands erste barrierefreie Sternwarte sucht Unterstützer

14. Mrz. 2014

In Sankt Andreasberg im Harz soll die erste barrierefreie Sternwarte Deutschlands entstehen. Der Verein Sternwarte Sankt Andreasberg e.V.(1) will damit allen Menschen den Himmel nahe bringen und Astronomiekenntnisse vermitteln – ein lobenswertes Unterfangen. Nun suchen die Sankt Andreasberger Unterstützung: Für die Installation von fünf Teleskopsäulen im Außenbereich der Sternwarte sind umfangreiche Bauarbeiten erforderlich, die die [...]- Weiterlesen

Existiert ein transzendenter physikalischer Bereich jenseits von Raum und Zeit?

Eine faszinierend rationale, wissenschaftliche Erklärung für die Existenz eines transzendenten physikalischen Bereichs jenseits von Raum und Zeit findet sich hier:

Experten zu aktuellen Themen

Unnötige Angst des Schüchternen vor dem Alphatier

17. Apr. 2014

Als Jugendlicher war ich sehr, sehr schüchtern. Ich wurde Mathematiker und traf an der Uni Göttingen viele andere derselben Sorte. Erst als ich zur IBM wechselte, wurde es etwas lebhafter – aber alles spielte sich ja noch im Wissenschaftszentrum ab. Das wirkliche Leben lernte ich erst spät kennen. Nach drei Jahren in der IBM Forschung [...]- Weiterlesen

“Spiderman” huldigt “Labyrinthe” von Borges

16. Apr. 2014

Drehbücher sind eine ganz spezielle Variante des erzählenden Schreibens. Ihre Topautoren zählen zu den Gut- bis Bestverdienern in diesem Metier. Aber es gibt Abnützungserscheinungen. Da werden die “Labyrinthe” zum hilfreichen Accessoire. (Mehr in: BrainLogs)

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Name missbraucht und Homepage down – Ein Erfahrungsbericht

16. Apr. 2014

In der letzten Woche war meine Homepage www.blume-religionswissenschaft.de gesperrt gewesen – und ich habe selber einige Zeit gebraucht, heraus zu finden, was eigentlich los war. Weil so etwas vielen und gerade auch Bloggenden geschehen kann, habe ich mich entschieden, kurz zu schildern, was vorgefallen ist. Also: Schon vor einigen Jahren hatte ich mich entschlossen, auf [...]- Weiterlesen

Die Vermeidung des Klimawandels – der dritte Teil des neuen Berichtes des Weltklimarates IPCC

16. Apr. 2014

Gastbeitrag von Brigitte Knopf „Die Emissionen steigen global weiter an und der Anstieg ist an erster Stelle auf das Wirtschaftswachstum zurückzuführen. Um Klimaschutz zu erreichen, muss die Nutzung fossiler Ressourcen ohne CCS in der Stromerzeugung bis Ende des Jahrhunderts auslaufen. Die Vermeidung des Klimawandels bedeutet eine große technologische und institutionelle Herausforderung. Aber: Es kostet nicht [...]- Weiterlesen

Neue Kepler-Entdeckung: PK am 17.4.

16. Apr. 2014

Morgen , Donnerstag, 17.4. 2014 um 11:00 PDT (20:00 MESZ) wird am JPL in Pasadena eine Pressekonferenz stattfinden, bei der eine neue Entdeckung des orbitalen NASA-Exoplanetenteleskops Kepler angekündigt werden soll. (Mehr in: BrainLogs)

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Videowettbewerb der EGU – die Finalisten

15. Apr. 2014

Die European Geosciences Union (EGU, übrigens mit einigen interessanten open access Journalen) hat in diesem Jahr zum ersten mal einen Video-Wettbewerb ausgeschrieben. Hierbei soll jungen Geowissenschaftlern die Möglichkeit gegeben werden, ihre Arbeit in einem kurzen, allgemeinverständlichen Video vorzustellen. Das finde ich eine ziemlich gute Idee. Denn mittlerweile spielt sich eine Menge Wissenschaftskommunikation im Netz in [...]- Weiterlesen

Die Freuden der Muße

15. Apr. 2014

Lieber Leserinnen und Leser meines Blogs,  in diesem Monat  habe ich keine Idee gehabt, mit der ich mich wie üblicherweise in einem Essay  auseinandersetzen konnte.  Schon seit einiger Zeit merke ich, dass mir die Ideen nicht mehr zufliegen, sondern dass ich aktiv nach ihnen suchen muss.  Da ich nun Stress gar nicht schätze, Autonomie und [...]- Weiterlesen

Harakiri würde es auch treffen: “Ikarismus”

15. Apr. 2014

Einige intellektuelle Berge Deutschlands kreißten und Peter Sloterdijk gebar den Begriff “politischer Ikarismus”. (Mehr in: BrainLogs)

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Der blutrote Mond über Chile…

15. Apr. 2014

…zierte sich erst noch etwas, zumindest im Süden das langen Landes, wo Wolken und Regen sich ihm in den Weg stellten. Praktisch mit Totalitätsbeginn klarte der Himmel dann aber doch auf. So gelangen mir einige gute Fotos der ersten von zwei totalen Mondfinsternissen des Jahres 2014. (Mehr in: BrainLogs)

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Vollmond, Mars und Spica gestern nacht

15. Apr. 2014

Ich traue mich eigentlich kaum, das folgende Bild zu zeigen. Es wurde aus diversen Einzelbildern zusammengesetzt. Aber zumindest wurden alle Bilder von mir mit derselben Kamera und binnen kurzer Zeit voneinander aufgenommen … naja, aber ich zeig’s mal trotzdem. (Mehr in: BrainLogs)

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Beo-Tipps KW16

15. Apr. 2014

Hier sind wieder die neue Beobachtungs-Tipps für KW16. Entschuldigt die kleine Verspätung ich war die Tage viel unterwegs. Die nächsten Tage nimmt der Mond weiter ab und geht immer später auf. Man kann sich also zumindest in der ersten Nachthälfte wieder an hellere DeepSky-Objekte wagen.   Fernglas: Der Mond bietet natürlich in den frühen Morgenstunden [...]- Weiterlesen

Noch ein deutscher Raumfahrer ….

14. Apr. 2014

Nein, Leute, nicht ich. Leider. Ich dachte immer, ich kenne alle deutschen Raumfahrer, und da stelle ich durch Zufall fest, dass es schon seit mehr als 10 Jahren noch einen in der Liste gibt, von dem ich bis jetzt nicht wusste, dass er ein deutscher Raumfahrer ist. (Mehr in: BrainLogs)

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Zweigradziel überholt? Der Weltklimarat bietet keine neuen Lösungen für die 4°-Welt am Horizont

14. Apr. 2014

Eigentlich sollte es der „Climate Solutions Report“ werden, doch der eben vorgelegte Sachstandsbericht des Weltklimarats zu den Perspektiven des Klimaschutzes zeichnet ein bedrückendes Bild. Die Welt ist auf einem Weg zu immer mehr Emissionen, von Entkoppelung des wirtschaftlichen Wachstums und des Verbrauchs fossiler Brennstoffe keine Spur. Wenn dies so weiter geht droht die 4°C Welt, [...]- Weiterlesen

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Orangen sind grün, nicht orange

14. Apr. 2014

Inzwischen kaufe ich keine Orangen mehr im November, denn eine Enttäuschung ist vorprogrammiert. Die Früchte halten nicht, was ihre knallige Farbe verspricht. Sie sind trocken und strohig, schmecken zwar süß, sind aber ohne Aroma. Das kommt nicht von ungefähr, denn den Höhepunkt der Saison für Zitrusfrüchte erreicht man gegen Weihnachten, wenn die Haupternte in den [...]- Weiterlesen

Bücher von Klaus-D. Sedlacek

Computer und Technologie

Eigene Fonts erstellen: Birdfont 0.37

17. Apr. 2014

Birdfont erstellt vektorbasierte Schriften im TTF-, EOT- und SVG-Format. Diese lassen sich in Windows einbinden und dann in allen Anwendungsprogrammen abrufen. (Mehr in: COM! – Das Computer Magazin)

Mit Mikroben und Metaboliten gegen das Altern

16. Apr. 2014

Der Gentechnikpionier Craig Venter hat eine neue Firma gegründet, die die weltgrößte Datenbank genetischer und physiologischer Informationen schaffen soll.

(Mehr in: Technology Review)

Wie man das Internet erdbebensicher machen kann

16. Apr. 2014

Dezentrale Netze gelten als robust, halten echte Katastrophen aber auch nicht aus. Abhilfe schafft eine neue Netzwerkgeometrie, die japanische Forscher jetzt entwickelt haben.

(Mehr in: Technology Review)

Cortana: Microsofts virtuelle Assistentin hat Charme

16. Apr. 2014

Cortana heißt Microsofts späte Antwort auf Apples Siri und Google Now. Im Test überzeugt zumindest die englische Version der virtuellen, sprachgesteuerten Assistentin. (Mehr in: ZEIT ONLINE: Alles digital)

Online-Kredite: Volles Risiko

16. Apr. 2014

Im Netz werben immer mehr Kreditportale mit hohen Renditen und günstigen Zinsen. Das Neueste stammt von den Zalando-Gründern. Aber wie hoch ist das Risiko für die Nutzer? (Mehr in: ZEIT ONLINE: Alles digital)

US-Initiative: Kostenloser Handy-Diebstahlschutz für alle

16. Apr. 2014

Apple, Google und Samsung unterstützen eine Initiative, die der Hehlerei mit geklauten Smartphones ein Ende bereiten soll. Ziel ist es, eine Anti-Diebstahl-App auf allen Smartphones zu installieren. (Mehr in: COM! – Das Computer Magazin)

Heartbleed: Sicherheitslücke noch nicht vollständig geschlossen

16. Apr. 2014

Einige kleinere Internetanbieter haben es versäumt, die Sicherheitslücke Heartbleed zu schließen. Angreifer suchen inzwischen gezielt nach diesem Fehler. (Mehr in: ZEIT ONLINE: Alles digital)

Überträgt bis zu 5 GBit/s: Optisches USB-Kabel für Lichtgeschwindigkeit

16. Apr. 2014

Neben den klassischen USB-Kabeln aus Kupfer gibt es jetzt auch ein optisches USB-Kabel. Es überträgt Daten mit bis zu 5 GBit/s – auf einer Länge von bis zu 30 Metern. (Mehr in: COM! – Das Computer Magazin)

Bitcoin: Bitcoin-Börse Mt.Gox steht vor dem endgültigen Aus

16. Apr. 2014

Die insolvente Bitcoin-Börse Mt.Gox stellt einen Antrag auf Abwicklung. Es fehle an realistischen Rettungsplänen. Mt.Gox war die größte Handelsplattform für Bitcoins. (Mehr in: ZEIT ONLINE: Alles digital)

BSI: Bundesamt warnt vor Phishing-Welle

16. Apr. 2014

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor einer Phishing-Welle. Betrüger geben vor, dass der Empfänger einen Rechtsverstoß begangen hat. So schützen Sie sich. (Mehr in: COM! – Das Computer Magazin)