Ein neuer Wirkstoff konnte bei Aids-Patienten innerhalb von zehn Tagen die Zahl der gefährlichen Viren um 91 Prozent verringern.
Quelle: WELT ONLINE – Wissenschaft
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Ein neuer Wirkstoff konnte bei Aids-Patienten innerhalb von zehn Tagen die Zahl der gefährlichen Viren um 91 Prozent verringern.
Antivirale Substanz VIR-576 in klinischer Studie erfolgreich / Veröffentlichung in Fachmagazin Science Translational Medicine Neuherberg, 26. November 2010. Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München haben ein Zelltestsystem entwickelt, mit dem sich einfach und zuverlässig neue Substanzen identifizieren lassen, die die Vermehrung von HI-Viren hemmen. Mit dieser neuen Technologie können künftig nicht nur große Wirkstoff-Banken, sondern auch Naturstoffe oder pflanzliche Rohextrakte auf ihre antivirale Wirkung hin überprüft werden. Das Verfahren wird in der aktuellen Ausgabe von Antimicrobial Agents and Chemotherapy vorgestellt.
Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) leben bundesweit nun rund 70.000 Menschen mit Aids oder HIV. Die Zahl werde in den kommenden Jahren weiter steigen. Das RKI berechnete auch Zahlen für die einzelnen Bundesländer.
Massiver Güterverkehr herrscht nicht nur auf unseren Straßen. Auch im Inneren lebender Zellen wird ständig Fracht von einem Ort zum anderen transportiert. Winzige Poren in der Zellkern-Hülle fungieren dabei als hochselektive Tore: Während kleinere Moleküle meist ungehindert passieren können, sind größere auf ein Shuttle angewiesen – ein Service, den das HIV für seine Vermehrung in der Wirtszelle missbraucht. Forscher haben jetzt den entscheidenden Mechanismus aufgeklärt, wie der molekulare Transporter CRM1 nicht nur eine Vielzahl zelleigener Komponenten, sondern auch das HIV-Genom erkennt. Die Erkenntnisse könnten zukünftig neue Therapiewege zur Behandlung von AIDS eröffnen. Neuherberg, 21. Oktober 2010. Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München haben einen neuen zellulären Abwehrmechanismus entdeckt, der die Vermehrung von HI-Viren in bestimmten Gehirnzellen verhindert. Verantwortlich dafür sind die so genannten Risp-Proteine, eine Familie zellulärer Eiweiße, die mit dem Virusprotein Rev interagieren und dadurch die Produktion neuer Viruspartikel unterbinden. Im nächsten Schritt bleibt nun zu klären, inwieweit sich der Mechanismus für die Entwicklung neuartiger therapeutischer Konzepte zur HIV-Bekämpfung nutzen lässt. Die Ergebnisse sind in der aktuellen Ausgabe der renommierten Zeitschrift AIDS publiziert. Mit ihren Methoden wurden Arzneien gegen Krebs, Aids und Asthma entwickelt. Nun gewannen Richard Heck, Ei-ichi Negishi und Akira Suzuki den Nobelpreis.
Ein neues Vaginalgel könnte das HI-Virus eindämmen. Das Risiko einer Infektion werde um knapp 40 Prozent gesenkt, sagen Forscher. Ein neues Vaginalgel könnte das HI-Virus eindämmen. Das Risiko einer Infektion werde um knapp 40 Prozent gesenkt, sagen Forscher.
Hoffnungen auf einen Impfstoff wurden letztlich immer wieder enttäuscht, weil Aidsviren stark mutieren und die Antikörper wirkungslos machen. Jetzt gibt es für hunderte Millionen Menschen, die weltweit mit dem HI-Virus infiziert sind, einen neuen Hoffnungsschimmer: US-Forschern gelang möglicherweise der Durchbruch gegen Aids.
US-Forschern ist womöglich ein Durchbruch im Kampf gegen die Immunschwächekrankheit Aids gelungen: Sie entdeckten zwei Antikörper, die 90 Prozent aller bekannten HI-Viren-Stämme ausschalten können. Die dreidimensionale Vermessung des Jungfrauenturmes zu Baku durch ein Forschungsteam der Technischen Universität (TU) Wien mit einem modernsten Laserscanner ist abgeschlossen. Aus Anlass der Fertigstellung und Übergabe der Ergebnisse wird ein Kooperationsabkommen mit den ForschungskollegInnen in Aserbaidschan unterzeichnet um die Arbeit weiterzuführen. Was veranlasst Viren, sich entweder massiv zu vermehren oder sich ruhend „wie ein Wolf im Schafspelz“ im Gewebe zu verstecken und in einem so genannten latenten Zustand zu verharren? Forscher des Hamburger Heinrich-Pette-Instituts (<www.hpi-hamburg.de>)konnten jetzt nach mehrjähriger Forschung detaillierte Antworten darauf geben. Sie untersuchten das Karposi Sarcom-assoziierte Herpesvirus (KSHV) – ein Herpesvirus, das an der Entstehung bösartiger Tumore bei AIDS-Patienten beteiligt ist.
Der HIV-Erreger gilt als besonders tückisch, weil er viele außergewöhnliche Eigenschaften besitzt und es versteht, der Kontrolle des menschlichen Immunsystems zu entkommen. Bis heute gibt es keine Therapie, um das Aids-Virus auszumerzen. Bioinformatiker am Zentrum für Medizinische Biotechnologie der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben nun eine neue Computermethode entwickelt, die eine genauere Diagnose und damit eine verbesserte Therapie ermöglichen könnte. Es ist ein Programm, das mit hoher Genauigkeit vorhersagt, welche Korezeptoren ein Virus bevorzugt, um neue Zellen zu infizieren.
Homosexuelle Amerikaner sollen bald wieder Blut spenden. Die US-Regierung möchte das Gesetz von 1983 ändern, das Schwulen die Blutspende verbot. Grund dafür war die sich schnell ausbreitende Aids-Epidemie. Weil Blutkonservern inzwischen aber knapp sind, soll eine Aufhebung des Gesetzes helfen. Amerikanische Behörden bereiten eine neue Strategie im Kampf gegen Aids vor: Fast jeder Erwachsene soll künftig regelmäßig auf das HI-Virus getestet werden. Ist er positiv, bekommt er sofort mehrere starke Dosen antiviraler Arzneien. Die Strategie wurde in einem anderen Land bereits erfolgreich erprobt.
Neue Hoffnung auf einen Impfstoff gegen das Aids-Virus HIV: Ein internatonales Forscherteam aus Bochum und New York hat eine Kombinationsimpfung entwickelt, die die Immunisierung gegen Virusinfektionen wesentlich verbessert.
Beschnittene Männer haben einen gewissen Schutz vor einer Infektion mit dem Aids-Virus. Mediziner rätseln, woran das liegen könnte. Jetzt sagen amerikanische Forscher: Die “Zirkumzision” verändert das Milieu der auf dem Penis lebenden Mikroben. Das macht vielen Bakterien und Viren das Überleben schwerer. |
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