Ein neues Vaginalgel könnte das HI-Virus eindämmen. Das Risiko einer Infektion werde um knapp 40 Prozent gesenkt, sagen Forscher.
Quelle: WELT ONLINE – Wissenschaft
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Ein neues Vaginalgel könnte das HI-Virus eindämmen. Das Risiko einer Infektion werde um knapp 40 Prozent gesenkt, sagen Forscher. Ein neues Vaginalgel könnte das HI-Virus eindämmen. Das Risiko einer Infektion werde um knapp 40 Prozent gesenkt, sagen Forscher.
Hoffnungen auf einen Impfstoff wurden letztlich immer wieder enttäuscht, weil Aidsviren stark mutieren und die Antikörper wirkungslos machen. Jetzt gibt es für hunderte Millionen Menschen, die weltweit mit dem HI-Virus infiziert sind, einen neuen Hoffnungsschimmer: US-Forschern gelang möglicherweise der Durchbruch gegen Aids.
US-Forschern ist womöglich ein Durchbruch im Kampf gegen die Immunschwächekrankheit Aids gelungen: Sie entdeckten zwei Antikörper, die 90 Prozent aller bekannten HI-Viren-Stämme ausschalten können. Die dreidimensionale Vermessung des Jungfrauenturmes zu Baku durch ein Forschungsteam der Technischen Universität (TU) Wien mit einem modernsten Laserscanner ist abgeschlossen. Aus Anlass der Fertigstellung und Übergabe der Ergebnisse wird ein Kooperationsabkommen mit den ForschungskollegInnen in Aserbaidschan unterzeichnet um die Arbeit weiterzuführen. Was veranlasst Viren, sich entweder massiv zu vermehren oder sich ruhend „wie ein Wolf im Schafspelz“ im Gewebe zu verstecken und in einem so genannten latenten Zustand zu verharren? Forscher des Hamburger Heinrich-Pette-Instituts (<www.hpi-hamburg.de>)konnten jetzt nach mehrjähriger Forschung detaillierte Antworten darauf geben. Sie untersuchten das Karposi Sarcom-assoziierte Herpesvirus (KSHV) – ein Herpesvirus, das an der Entstehung bösartiger Tumore bei AIDS-Patienten beteiligt ist.
Der HIV-Erreger gilt als besonders tückisch, weil er viele außergewöhnliche Eigenschaften besitzt und es versteht, der Kontrolle des menschlichen Immunsystems zu entkommen. Bis heute gibt es keine Therapie, um das Aids-Virus auszumerzen. Bioinformatiker am Zentrum für Medizinische Biotechnologie der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben nun eine neue Computermethode entwickelt, die eine genauere Diagnose und damit eine verbesserte Therapie ermöglichen könnte. Es ist ein Programm, das mit hoher Genauigkeit vorhersagt, welche Korezeptoren ein Virus bevorzugt, um neue Zellen zu infizieren.
Homosexuelle Amerikaner sollen bald wieder Blut spenden. Die US-Regierung möchte das Gesetz von 1983 ändern, das Schwulen die Blutspende verbot. Grund dafür war die sich schnell ausbreitende Aids-Epidemie. Weil Blutkonservern inzwischen aber knapp sind, soll eine Aufhebung des Gesetzes helfen. Amerikanische Behörden bereiten eine neue Strategie im Kampf gegen Aids vor: Fast jeder Erwachsene soll künftig regelmäßig auf das HI-Virus getestet werden. Ist er positiv, bekommt er sofort mehrere starke Dosen antiviraler Arzneien. Die Strategie wurde in einem anderen Land bereits erfolgreich erprobt.
Neue Hoffnung auf einen Impfstoff gegen das Aids-Virus HIV: Ein internatonales Forscherteam aus Bochum und New York hat eine Kombinationsimpfung entwickelt, die die Immunisierung gegen Virusinfektionen wesentlich verbessert.
Beschnittene Männer haben einen gewissen Schutz vor einer Infektion mit dem Aids-Virus. Mediziner rätseln, woran das liegen könnte. Jetzt sagen amerikanische Forscher: Die “Zirkumzision” verändert das Milieu der auf dem Penis lebenden Mikroben. Das macht vielen Bakterien und Viren das Überleben schwerer. Es ist ein Wettlauf mit der Zeit: Wer jedoch mit HIV-infiziertem Blut, Sperma oder Vaginalsekret in Kontakt gekommen ist, kann jetzt eine Infektion mit dem Aids-Virus mit ziemlicher Sicherheit verhindern. Eine “Pille danach” vermindert das Ansteckungsrisiko. Die Kur liegt bereits im Trend – Experten sind skeptisch.
In diesem Jahr haben sich rund 3000 Menschen in Deutschland neu mit dem Aids-Virus HIV infiziert. Damit liege die Zahl seit etwa drei Jahren stabil, teilten Gesundheitsminister Philipp Rösler und das Robert-Koch-Institut kurz vor dem Weltaidstag am 1. Dezember mit. Doch ist sie um ein Drittel höher als noch in den 90er Jahren.
Deutsche Forscher haben erstmals herausgefunden, wie sich HIV vom Tier auf den Menschen überträgt. Ursache ist ein Protein, das die menschlichen Schutzbarrieren überwindet. Die HIV-1-Infektion des Menschen zählt zu den rund 200 bekannten Zoonosen, bei denen ein Erreger aus dem Tierreich auf den Menschen überspringen konnte. In ihrer aktuellen Veröffentlichung zeigt ein internationales Team von Wissenschaftlern, warum sich ein bestimmter HIV-1 Stamm bei der Übertragung von Affen auf den Menschen durchsetzen konnte und sich zur AIDS-Pandemie ausbreitete. Diese erfolgreiche Anpassung und hohe Infektiösität des sogenannten HIV-1 M-Stammes beruht unter anderem auf der Funktion des Virusproteins Vpu. In der renommierten Fachzeitschrift Cell Host & Microbe erschien jetzt die Studie, an der Michael Schindler vom Hamburger Heinrich-Pette-Institut sowie Forscherinnen und Forscher um Frank Kirchhoff (Universität Ulm) beteiligt waren (Sauter, Schindler, Specht et al. (2009), doi.10.1016/j.chom.2009.10.004). Infektionsforscher schätzen die Situation als alarmieren ein: In Westeuropa und Deutschland wissen geschätzte 30 Prozent der HIV-Infizierten, in Osteuropa sogar zu bis 70 Prozent nicht von ihrer Immunschwäche – und geben das Virus weiter. In Russland breitet sich das Virus zudem fast ungebremst aus. Das Aidsvirus HIV baut sein Erbgut in das Genom der infizierten Zelle ein. Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum zeigen erstmals, dass die Erreger bestimmte Stellen im Erbgut des Menschen dabei fast gänzlich aussparen. Diese Entdeckung kann die Entwicklung neuer, spezifischer Aidsmedikamente fördern. Aids ist zwar nach wie vor nicht heilbar, aber moderne Medikamente können die Virus-Vermehrung stoppen. Als Folge werden die Patienten immer älter. Manche zahlen dafür allerdings einen hohen Preis – sie leiden unter starken Nebenwirkungen. Überraschenderweise scheint die HIV-Therapie aber auch Vorteile im Alter zu bringen. Experten zufolge ist die Zahl der HIV-Infizierten in Russland dramatisch gestiegen: Schuld sei eine Gesundheitspolitik, die sich durch Untätigkeit auszeichne. Obwohl Russland inzwischen weltweit den höchsten Drogenmissbrauch haben soll, erhalten Heroinabhängige keine sauberen Spritzen und Nadeln.
Forscher haben eine überraschende Vermutung: Spermien könnten bei der Übertragung von HIV eine wichtigere Rolle spielen als bisher gedacht. Die Wissenschaftler haben Forscher gezeigt, dass Spermien an ihrer Oberfläche haftende Viren direkt auf Immunzellen übertragen können.
Ein als Durchbruch gefeierter Erfolg in der Aids-Forschung ist nach Meinung von Wissenschaftlern nicht so bedeutsam wie behauptet: Die Impfstudie zeigt ihrer Meinung nach nur einen “bescheidenen” Erfolg: Die Vergleichsgruppe sei klein, die Langzeitwirkungen wären unbekannt und die Wirkung lasse nach. |
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