(Pressehof) Leipzig – In der westlichen Welt legen die Menschen großen Wert auf Hygiene. Wissenschaftler wissen allerdings bereits seit Jahren, dass übertriebene Sauberkeit Allergien verursachen kann. - Weiter lesen …
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(Pressehof) Leipzig – In der westlichen Welt legen die Menschen großen Wert auf Hygiene. Wissenschaftler wissen allerdings bereits seit Jahren, dass übertriebene Sauberkeit Allergien verursachen kann. - Weiter lesen …
Bayreuth (UBT). “Landluft ist gesund” – diese alte und weit verbreitete Einschätzung konnte in den letzten Jahren wissenschaftlich erhärtet werden. Kinder, die in einem landwirtschaftlichen Betrieb leben, erkranken nachweislich seltener an Allergien oder Asthma als gleichaltrige Stadtkinder. Es wird vermutet, dass dieser sogenannte „Bauernhofeffekt“ insbesondere durch Mykobakterien hervorgerufen wird. Denn diese Mikroorganismen können wesentlich zu einer Stärkung der Immunabwehr beitragen. München, 23.09.2010. Unter Beteiligung von Wissenschaftlern der LMU und des Helmholtz Zentrums München hat ein internationales Forscherteam in einer Metastudie sechs Genorte auf unterschiedlichen Chromosomen identifiziert, die zur Entwicklung von Asthma bronchiale beitragen können. Die Studie zeigt, dass – anders als bislang vermutet – nur ein geringer Zusammenhang zwischen Asthma und Genvarianten besteht, die zu einer erhöhten Konzentration von Immunglobulin E (IgE) führen. Dies legt die Vermutung nahe, dass Asthma bronchiale und Allergien auf unterschiedlichen Mechanismen beruhen. (New England Journal of Medicine online, 23.09.2010) Philippe Musette, Leiter der Uniklinik für Dermatologie in Rouen, untersucht seit mehreren Jahren bestimmte Formen von Medikamentenallergien. Nun konnte er aufzeigen, dass bestimmte Medikamentenallergien auf das Erwachen “schlafender” Viren, wie Herpes-Viren, zurückzuführen sind und nicht wie bislang angenommen das Ergebnis einer Reaktion des Organismus auf das Arzneimittel selbst sind. Diese Arbeit wurde in der amerikanischen Fachzeitschrift Science Translational Medicine vom 25. August 2010 veröffentlicht [1].
Erstmals haben deutsche Wissenschaftler herausgefunden, warum Nickel bei so vielen Menschen allergische Hautausschläge verursacht. Einen wesentlichen Beitrag zur Entschlüsselung der allergiefördernden Eigenschaften von Nickel haben jetzt Wissenschaftler der Universität Gießen gemeinsam mit Kollegen aus Mannheim, Freiburg, Münster und München geleistet. Unter Federführung der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Matthias Goebeler und Dr. Marc Schmidt (Zentrum für Dermatologie, Venerologie und Allergologie) konnte aufgeklärt werden, auf welche Weise Nickel eine Entzündung der Haut hervorruft, die einem sichtbaren Ekzem vorausgeht. Diese Ergebnisse, die für innovative Prophylaxe- und Therapieansätze von Bedeutung sein können, wurden in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Nature Immunology“ veröffentlicht. Die Arbeitsgruppe um Dr. Tobias Polte vom Department für Umweltimmunologie des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung Leipzig und der Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie der Universität Leipzig hat den mit 10.000 Euro dotierten Brigitte-Gedek-Science-Award der Gesellschaft für Mykotoxin-Forschung erhalten. Die Wissenschaftler konnten im Mausmodell eine allergieverstärkende Wirkung durch Stoffwechselprodukte bestimmter Schimmelpilze zeigen.
(RPO). Es herrscht Hochkonjunktur für alle Triefnasen. Die Symptome quälen Kinder wie Erwachsene gleichermaßen: juckende und tränende Augen, Niesreiz, Husten oder Atemnot. Was hilft den Geplagten? Die Flucht nach drinnen? Das Schlafen bei geschlossenen Fenstern?
Seit längerem ist bekannt, dass Bauernkinder seltener an Allergien leiden. Ursache ist aber nicht der Kontakt mit Dreck, sondern harmlose Mikroben, die der Immunabwehr helfen. Forscher wollen nun Bakterien in einen Inhalator packen, um schon Babys vor Heuschnupfen und Neurodermitis zu schützen. Wenn es ständig in der Nase juckt und die Augen brennen wissen viele, dass die Heuschnupfenzeit erneut begonnen hat. Millionen von Pollenallergikern müssen 2010 ganz besonders auf sich aufpassen. Denn in diesem Jahr soll der Pollenflug besonders stark sein. Für Einige kann das zu viel des Guten sein. Forscher weisen “Neuprogrammierung” von T-Helfer-Zellen des Immunsystems nach, die beim Kampf gegen Allergien helfen könnte – Veröffentlichung in Immunity Neue Therapieoption gegen Asthma und Allergien Berlin – Bei der Abwehr von Krankheitserregern durch das Immunsystem spielen bestimmte weiße Blutkörperchen eine zentrale Rolle. Die so genannten T-Helferzellen (Th-Zellen) spezialisieren sich nach ihrer Aktivierung, je nachdem, ob sie etwa Viren, Bakterien oder Parasiten bekämpfen sollen. Manche haben gleichzeitig Allergie verstärkende Eigenschaften und können auch Asthma mit verursachen. Rote Quaddeln auf der Haut – wie nach der Berührung mit einer Brennessel – plagen in diesen Tagen manche Menschen: Sie haben eine Kälteallergie. “Man wird angeschaut wie ein Monster”, beschreibt ein Betroffener. Wer diese Krankheit hat, muss aber auch im Sommer aufpassen. Ein Auslöser ist nicht bekannt.
In der Weihnachtszeit haben es Kinder mit einer Nahrungsmittel-Allergie besonders schwer. Zu den typischen Symptomen zählen Jucken oder Brennen im Mund, ein Kloßgefühl im Hals, Nesselausschlag, Schwellungen oder Atembeschwerden nach dem Essen bestimmter Nahrungsmittel.
Der Pharmakonzern GlaxoSmithKline hat in Kanada eine Charge seines Schweinegrippe-Impfstoffs zurückgerufen. Grund ist der Verdacht auf eine Häufung schwerer Allergien. Den Impfstoff in Deutschland betreffe das nicht, sagt die Firma. Th22-Zellen als Meilenstein immunologischer Forschung Neuherberg, 18.11.2009. Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München und des Zentrums für Allergie und Umwelt der Technischen Universität München haben eine neue Art von Immunzellen entdeckt. Die Th22-Zellen können den Körper vor Entzündungen schützen und die Wundheilung unterstützen. Jena. Ein Team von Wissenschaftlern aus Jena, Paris und Perugia (Italien) hat herausgefunden, warum Pilzsporen beim gesunden Menschen keine Allergien oder immunologische Abwehrreaktionen hervorrufen. Die Sporen, von denen jeder Mensch täglich einige tausend einatmet, tragen auf ihrer Oberfläche ein immunologisch inaktives Protein, das die Pilzzelle maskiert und vor der Antwort des menschlichen Immunsystems schützt. Im Falle des krankheitserregenden Pilzes Aspergillus fumigatus handelt es sich um den Eiweißstoff RodA, der über Zuckermoleküle an die Zelloberfläche gebunden ist. Die Ergebnisse und wurden soeben im renommierten Fachmagazin Nature veröffentlicht. Immunglobulin E, kurz IgE genannt, ist der Schurke im Drama Allergie. Welche Rolle das Immunglobulin in der Immunabwehr spielt und warum es immer häufiger aus dem Ruder läuft, untersucht Professor Dr. Gernot Achatz, Fachbereich Molekulare Biologie der Universität Salzburg. Beim 2nd European Congress of Immunology ECI 2009 in Berlin präsentiert der Wissenschaftler neue Daten zur Evolution der biologischen Funktion von IgE. Störungen des Immunsystems führen zu erhöhter Infektanfälligkeit, zu Autoimmunerkrankungen wie z. B. entzündlichem Rheuma, zu Allergien und manchmal auch zu Krebs. Ein intaktes Immunsystem hingegen gewährt körperliche Gesundheit und Wohlbefinden. Welche vielfältigen Ursachen zu Störungen des Immunsystems führen, erläuterte Kongresspräsident Professor Reinhold E. Schmidt, Klinik für Immunologie und Rheumatologie der Medizinischen Hochschule Hannover, beim 2nd European Congress of Immunology in Berlin. Ein Urlaub auf dem Lande schützt die lieben Kleinen aus der Stadt nicht vor Allergien. Dennoch sollten werdende Mütter bloß nicht in Panik verfallen. Ärzte berichten davon, dass viele Frauen aus Angst vor Allergien schon in der Schwangerschaft strenge Diäten führen, die Mutter und Kind erheblich schaden können. Die Konzentration von Pilzsporen in der Luft ist deutlich höher als bisher angenommen: So atmet der Mensch täglich Zehntausende Liter Luft, wobei jeder Atemzug bis zu zehn Pilzsporen enthält. Das haben Mainzer Forscher mit einer neuen Studie über das Erbgut von Pilzen herausgefunden. Pilzsporen spielen eine große Rolle als Allergieauslöser. Sie ist der Schrecken vieler Allergiker: Ambrosia. Die aus Amerika eingeschleppte Pflanze breitet sich in Deutschland rasant aus. Wenige Pollen in der Luft können ausreichen, um Asthma auszulösen. Anders als in Frankreich und Italien ist der Kampf gegen die Pflanze hierzulande jedoch noch nicht verloren. Berlin macht jetzt den Anfang. Forschende am Departement Biomedizin der Universität Basel sind den Mechanismen von allergischen Reaktionen auf der Spur: Sie haben erstmals gezeigt, dass Signal-Lipide in der Membran von Mastzellen genau platziert werden müssen, damit Histamin freigesetzt wird. Ihre Erkenntnisse, veröffentlicht in der Fachzeitschrift “Science Signaling”, sind wichtig für das Verständnis der Vorgänge, die auch bei Entzündung und Krebs eine Rolle spielen. Arzneien gegen weit verbreitete Leiden wie Allergien, Kopfschmerzen, Bluthochdruck oder Schlafstörungen machen Probleme, die im Beipackzettel vernachlässigt werden: Wer sie nimmt, kann sich oft schlechter konzentrieren, wird vergesslich oder gar dement. Die Medikamente kann man hierzulande rezeptfrei kaufen. |
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