Seit Millionen Jahren liegt der Wostoksee unberührt unter der Antarktis: Fast hätte eine russische Bohrmannschaft das fast 4000 Meter dicke Eis durchbrochen.
Quelle: WELT ONLINE – Wissenschaft
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Seit Millionen Jahren liegt der Wostoksee unberührt unter der Antarktis: Fast hätte eine russische Bohrmannschaft das fast 4000 Meter dicke Eis durchbrochen. Es ist ein Projekt der Superlative: 1500 Meter unter dem antarktischen Eis haben Forscher einen 1000 Meter langes Neutrino-Observatorium gebaut. Icecube soll Hochenergie-Neutrinos registrieren, die milliardenfach die Erde durchqueren.
Im Süden ist es kälter als im Norden – zumindest was die Temperaturen an den Polen betrifft: Der unangefochtene Rekordhalter ist die Antarktis. Es ist ein positives Signal, das zeigt, welche Wirkung internationaler Umweltschutz haben kann: Die Ozonschicht erholt sich langsam wieder. Auch das Ozonloch im antarktischen Winter hat etwas an Ausdehnung verloren.
Im antarktischen Weddell-Meer sinken großen Mengen Wasser von der Meeresoberfläche in die Tiefe ab und treiben damit das globale Band der Meeresströmungen an. Meeresforscher aus Kiel und aus den USA konnten jetzt anhand einer Langzeitmessung nachweisen, dass der Strömungsmotor dort starken Schwankungen unterliegt, die eng mit Wetter- und Klimaphänomenen zusammenhängen. Die entsprechende Studie erscheint in der aktuelle Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift Nature Geoscience.
Washington (RPO). Organische Materie hat sich direkt in den kalten Regionen unseres noch jungen Sonnensystems gebildet. Das belegen sogenannte Mikrometeoriten aus der Antarktis, die ein französisches Forscherteam untersucht hat. Typischerweise stammen organische Zusammensetzungen aus den interstellaren Staubwolken, in denen neue Sterne und Planetensysteme entstehen.
Derzeit findet in Wien die jährliche Tagung der European Geosciences Union (EGU) statt. Dr. Olaf Eisen vom Alfred-Wegener-Institut präsentiert dort Ergebnisse eines umweltschonenden Messverfahrens, das er und seine Kollegen im Frühjahr 2010 erstmalig auf dem Eisschelf der Antarktis eingesetzt haben. Es liefert Daten, die in Modelle zur Eismassenbilanz eingehen und somit unter anderem eine bessere Vorhersage der zukünftigen Änderungen des Meeresspiegels erlauben. An einem extrem salzigen See in der Antarktis haben Forscher Lachgas nachgewiesen – eines der gefährlichsten Treibhausgase. Erstaunlicherweise entsteht es dort nicht bei biologischen Prozessen: Das Gas bildet sich bei einer chemischen Reaktion, die der Wissenschaft bisher unbekannt war. An einem extrem salzigen See in der Antarktis haben Forscher Lachgas nachgewiesen – eines der gefährlichsten Treibhausgase. Erstaunlicherweise entsteht es dort nicht bei biologischen Prozessen: Das Gas bildet sich bei einer chemischen Reaktion, die der Wissenschaft bisher unbekannt war. Wie lange waren die Vulkane auf dem Mars aktiv? Mit Hilfe eines Meteoriten aus der Antarktis haben Forscher auf diese Frage jetzt eine neue Antwort gefunden. Ihr Fazit: Flüssiges Magma schwappte weit länger als gedacht auf unserem Nachbarplaneten. Wie lange waren die Vulkane auf dem Mars aktiv? Mit Hilfe eines Meteoriten aus der Antarktis haben Forscher auf diese Frage jetzt eine neue Antwort gefunden. Ihr Fazit: Flüssiges Magma schwappte weit länger als gedacht auf unserem Nachbarplaneten.
Nicht nur Landvögel, auch manche Seevögel legen ungeheure Distanzen zurück: Der Dunkle Sturmtaucher beispielsweise umrundet auf seiner Reise anderthalb Mal die Erde. Trotzdem ist das Zugverhalten von Seevögeln im Vergleich zu ihren auf dem Land lebenden Verwandten kaum bekannt. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Ornithologie haben das Zugverhalten von Dünnschnabel-Walvögeln untersucht und entdeckt, dass die Tiere ihre Mauserzeit in zwei weit auseinander liegenden Gebieten verbringen. Manche Seevögel können also offenbar ihren Lebensraum äußerst flexibel wechseln, wenn es die Bedingungen erfordern – eine lebensnotwendige Anpassung an die unvorhersehbaren Bedingungen auf hoher See.
Ein Eisberg in der Größe Luxemburgs ist in der Antarktis gegen einen Gletscher geprallt und hat dort einen weiteren riesigen Eisberg losgelöst. Beide trieben nun nebeneinander in rund 100 bis 150 Kilometer Entfernung von der Antarktis weg, erklärte der australische Glaziologe Neal Young am Freitag.
So etwas gibt es nur alle 50 bis 100 Jahre: Eine Jahrhundert-Kollision hat in der Antarktis einen gigantischen neuen Eisberg geschaffen. Die Eismasse, so groß wie Luxemburg, birgt allerdings auch ein Problem: Sie könnte eine Region vom Meer abschneiden, aus der besonders kaltes Meereswasser in die Ozeane fließt.
Kollision in der Nähe einer deutschen Forschungsstation: Ein gigantischer Eisberg ist gegen die Schelfeis-Kante der Antarktis geknallt und zerstörte eine Trasse für Fahrzeuge. Das Geräusch des Aufpralls kann sich jeder anhören.
Einen Meter lang soll das Loch im Rumpf sein – verletzt wurde zum Glück niemand: In der Antarktis ist es erneut zu einer Kollision zwischen einem Walfang-Schiff und einem Boot von Tierschützern gekommen. Die Walfang-Gegner sprechen von einer absichtlichen Attacke.
Neuseeland und die USA haben am Samstag ein Windkraftwerk in der Antarktis in Betrieb genommen, das die wissenschaftlichen Stationen beider Staaten mit Strom versorgen soll.
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