Malaria oder Gendefekt: Mit modernster Technik erforschen Wissenschaftler die Gene der Mumie – und streiten über die Schlussfolgerungen.
Quelle: WELT ONLINE – Wissenschaft
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Malaria oder Gendefekt: Mit modernster Technik erforschen Wissenschaftler die Gene der Mumie – und streiten über die Schlussfolgerungen.
Roms Wahrzeichen ist in Gefahr. Das Kolosseum, das jährlich mit 3,5 Millionen Touristen zu den meist besuchten Monumenten der Welt zählt, zerfällt. Abstürzende Putzplatten seien allerdings nicht nur eine Folge der vielen Besucher – auch die Umweltverschmutzung ist Schuld. Geld für die Restaurierung fehlt.
Die antike, sumerische Hauptstadt Ur liegt im heutigen Irak, nahe der Stadt Nassirija. Anfang des 20. Jahrhunderts legte ein britischer Archäologe dort 16 Königsgräber frei. Sie enthielten einige der wertvollsten Schätze des Altertums. Aber die Ausgrabungen gehen nur schleppend voran. Waren Klimaschwankungen das Ende von Angkor? Darauf verweist zumindest eine US-amerikanische Analyse von Baumrinden. Demnach trugen möglicherweise zwei langandauernde Dürrezeiten und extreme Monsunregen zum Ende von Angkor bei, dem Zentrum des kambodschanischen Khmer-Imperiums im 15. Jahrhundert.
Ein eher unangenehmer Zeitkamerad muss die dreieinhalb Meter lange Ur-Schlange Sanajeh indicus gewesen sein. Das zeigt jetzt ein Fund aus Indien. Heimtückisch soll sie neben Dinosaurier-Nestern gelauert haben, um dann das frisch geschlüpfte und schutzlose Jungtier zu verschlingen. Dreimal am Tag wurde den Göttern im alten Ägypten ein Buffet mit Fleisch und Süßigkeiten aufgetischt: Gegessen allerdings wurden die Himmelsspeisen dann von den Priestern und ihren Familien. Die bekamen von dem viel zu fettigen “Junk-Food” verkalkte Arterien und Herzprobleme wie eine Studie jetzt belegt. Ein bisschen Flachs, Leinsamen und Stoff – fertig ist der Brustpanzer. Historiker und Archäologen haben eine Leichtrüstung aus Zeiten Alexanders des Großen rekonstruiert und Erstaunliches herausgefunden: Das vollkommen metallfreie Hemd schützt so gut wie eine moderne schusssichere Weste. El Dorado, “der Vergoldete”: Die Legende von dem Land in Südamerika, in dem man den neuen Herrscher mit Goldstaub puderte, inspirierte Generationen von Abenteurern. Archäologen haben jetzt Reste einer großen Kultur im Amazonas-Dschungel entdeckt. Stimmen die Geschichten über die sagenhafte Urwaldmetropole doch?
Ist “El Dorado” ein Mythos oder existierte das sagenumwobene Goldreich wirklich? Archäolgen sind skeptisch. Doch mit fortschreitender Entwaldung hat der bislang undurchdringliche Regenwald im Amazonasgebiet neue Zeugnisse einer einst hochentwickelten Zivilisation preisgegeben: so genannte Geoglyphen. Archäologen haben in der ägyptischen Hafenstadt Alexandria die Überreste eines Tempels ausgegraben, der einst für die ptolemäische Königin Berenike II. errichtet worden sein soll. Bei ihrer Ausgrabung fanden die ägyptischen Forscher zudem 600 Statuen und Tierfiguren aus der Zeit der Ptolemäer. Die Bronzezeit Siedlung Arkaim ist ein geheimnisvoller und legendenumwobener Ort: Heilsuchenden, Schamanen und Esoterikern gilt der Spiralberg neben den Stadtresten als “Nabel der Welt”. Denn angeblich sollen dort kosmische Energien wirken. Bis heute rätseln Archäologen, wer die Siedlung errichtet hat.
Funde belegen zentrale Schaltstelle für den Schwarzmeerhandel Ein Grabungsteam um Prof. Dr. Thomas Schäfer vom Institut für Klassische Archäologie der Universität Tübingen führte im November und Dezember 2009 eine erste
300 Ellen lang, 50 Ellen breit und 30 Ellen hoch soll die Arche nach der Überlieferung gewesen sein – das sind die Proportionen eines Kreuzfahrtschiffes. Ein britischer Forscher hat jetzt eine uralte Bauanleitung entziffert: Das berühmteste Schiff der Weltgeschichte könnte auch eine kreisrunde Form gehabt haben. Forscher der Universität Mainz wollen bei einem Forschungsprojekt mit ungarischen Kollegen untersuchen, ob die Vorfahren der heutigen Mitteleuropäer wirklich aus dem heutigen Ungarn stammen. Wie viele Menschen vor etwa 7500 Jahren aus dem Karpatenbecken nach Mitteleuropa zogen, ist noch völlig offen. Erstmals haben Archäologen in Nazareth ein Wohnhaus aus der Zeit Jesu ausgegraben. Offenbar handelt es sich um das Haus einer einfachen jüdischen Familie. Der Fund liefert nach Ansicht der Wissenschaftler Hinweise darauf, wie der Ort, in dem Jesus der Bibel zufolge aufgewachsen ist, damals ausgesehen haben könnte.
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