Über Wissenschaftsecho

Schlagwörter

Versuch und Irrtum: Gehirn lernt mit Fehlern

In jedem Gehirn werden im Laufe seiner Entwicklung zahlreiche Nervenverbindungen geknüpft, die sich als falsch erweisen und anschliessend wieder gekappt werden müssen. Die Ausbildung von neuronalen Netzwerken ist also nicht immer zielgerichtet und fehlerfrei. Das konnte die Forschergruppe von Prof. Peter Scheiffele am Biozentrum der Universität Basel jetzt am Beispiel sogenannter Moosfaser-Nervenzellen nachweisen. Verantwortlich für die Fehlerbehebung ist ein Protein, das Forscher ursprünglich im Zusammenhang mit Prozessen bei der Knochenbildung kannten. Die Forschungsergebnisse sind in der aktuellen Ausgabe des US-Journals PLoS Biology veröffentlicht.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

Neue Astronauten: Fünf Männer und eine Frau für Europa

Elektrotechnik, Robotik, Tauchen, Sozialkompetenz – der Stundenplan für die neuen europäischen Astronautenkandidaten war prall gefüllt. Nun haben die fünf Männer und eine Frau ihre Grundausbildung abgeschlossen. Bis jemand von ihnen fliegen darf, wird es aber noch zwei Jahre dauern.
Quelle: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft

Elektronik Ecodesign-Preis für Wissenschaftler der TU Dresden

Forschungsschwerpunkt Energieeffizienz als integraler Bestandteil der Ingenieurausbildung an der TU Dresden preisgekrönt, Cool Silicon Gedanke inspiriert Jungingenieur zu cleverer technischer Lösung
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

Universitäre Lehrerausbildung auf dem Prüfstand

Wie gut werden angehende Lehrer an der Universität auf ihren Beruf vorbereitet? Diesen Fragen ging eine Projektstudie im Fach „Geographie und ihre Didaktik“ an der Universität Trier unter Leitung von Maria Schlitt am Beispiel von Geographie-Studierenden auf den Grund. Zwei Ergebnisse vorweg: Die Studierenden wünschen sich einen stärken Bezug des Studiums auf die künftigen Anforderungen in den Schulen. Und: Studium und Referendariat sind nicht aus-reichend koordiniert. Die befragten Lehramtskandidaten studieren nach der alten Ordnung. Vor zwei Jahren wurde eine Reform der universitären Lehramtsausbildung umgesetzt. Deren Auswirkungen waren ebenfalls Thema der Studie.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

Hunde als Helfer: Wenn der Rettungsschwimmer bellt

Drei Jahre dauert die Ausbildung, dann dürfen die Vierbeiner loslegen: “Lifedogs” sind in den Sommermonaten vor der Küste Italiens als Rettungsschwimmer im Einsatz. In manchen Dingen sind die Hunde ihren menschlichen Kollegen sogar überlegen.
Quelle: stern.de – Wissenschaft & Gesundheit

Die zweiköpfige Hydra – Wenn Eltern keine klaren Grenzen setzen

Wie Korallen, Seeanemonen und bestimmte Quallen zählen auch die Süßwasserpolypen (Hydra) zu den Nesseltieren. Diese entwicklungsgeschichtlich sehr alten Vielzeller leben im Meer, an den Küsten und zum Teil auch im Süßwasser. Süßwasserpolypen können sich unter anderem asexuell durch die Ausbildung von Knospen fortpflanzen, die sich zu neuen Polypen entwickeln und anschließend vom Elternpolyp ablösen. Ein Team um die LMU-Biologin Professor Angelika Böttger hat nun den molekularen Signalweg entdeckt, der die Abspaltung der Knospen auslöst.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

Wachstumshormone der Pflanzen: Wenn Gegenspieler kooperieren

Die beiden wichtigsten Wachstumshormone von Pflanzen, die beim Wachstumspotential und bei der Ausbildung von Blättern oder Blüten bislang als Gegenspieler verstanden wurden, können durchaus auch synergetisch wirken. Die Wirkungen der Hormone Auxin und Cytokinin sind weitaus enger vernetzt als bislang angenommen. Das haben Wissenschaftler aus Heidelberg, Tübingen und Umea (Schweden) anhand von Experimenten an einem Modellorganismus der Biologie, der Ackerschmalwand Arabidopsis thaliana, nachgewiesen. Ihre Ergebnisse zum Wirkungsgeflecht von Pflanzenhormonen veröffentlicht das Forscherteam unter Leitung von Prof. Dr. Jan Lohmann, Stammzellbiologe an der Universität Heidelberg, in „Nature“.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

Hochschulen: Jeder vierte Student bricht ab

Ob fehlende Motivation oder Prüfungsstress – die Probleme im Studium sind vielfältig. Für mehr als ein Viertel aller Studenten sind diese Hürden so gravierend, dass sie ihre Hochschulausbildung abbrechen. Dabei gibt es fächerübergreifend erhebliche Unterschiede.
Quelle: stern.de – Wissenschaft & Gesundheit

Schalterprotein beeinflusst auch das Zellskelett – Überraschende Entdeckung durch Bochumer Forscher

JBC: Unerwartete Funktionen von Ras

Das Protein Ras ist als Schalter der Zellteilung bekannt, die es im aktiven Zustand auslösen kann. Mutationen in Ras und seinen Interaktionspartnern können daher Krebs auslösen. Bochumer Forscher haben jetzt eine unvermutete weitere Fähigkeit von Ras entdeckt: Im Zusammenspiel mit einem anderen Protein steuert es die Ausbildung des Zellskeletts, verantwortlich für die Struktur und Stabilität der Zelle. Die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Christian Herrmann konnte den Aufbau des Zellskeletts Ras-gesteuert im Reagenzglas ablaufen lassen. Die Forscher berichten in der aktuellen Ausgabe des Journal of Biological Chemistry.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

Ausbildungsmarkt und Jugendarbeitslosigkeit: Gegenläufige Tendenzen in Ost und West

Ostdeutsche Regionen haben 2009 bei der Lehrstellenbilanz deutlich besser abgeschnitten als westdeutsche. Umgekehrt ist der Arbeitsmarkt für junge Menschen im Osten nach wie vor erheblich ungünstiger als in weiten Teilen Westdeutschlands. „Nationalatlas aktuell“ zeigt die räumlichen Unterschiede und erläutert Hintergründe und Ursachen.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

Motivierte Ehrenamtliche gibt es nicht zum Nulltarif

Ob Greenpeace-Aktivisten Schornsteine besteigen oder mit dem Schlauchboot im Südpolarmeer gegen Walfänger protestieren: Fast immer sind es freiwillige Helfer, die solche spektakulären Aktionen tragen. Ein Forscher der Universität Bonn, selbst jahrelang Greenpeace-Mitarbeiter, gibt nun in einer Studie Einblick in das “Ehrenamts-Management” der Umweltschutzorganisation. Demnach gelingt es Greenpeace unter anderem deshalb so gut, Freiwillige an sich zu binden, weil die Organisation viel Geld in die Ausbildung ihrer ehrenamtlichen Kräfte steckt. Fazit der Studie, die nun als Buch erschienen ist: Motivierte Ehrenamtliche gibt es nicht zum Nulltarif.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

Allen Vorurteilen zum Trotz: Auszubildende wollen "richtig mit anpacken"

Mangelnde Leistungsbereitschaft ist ein Vorwurf, mit dem sich junge Menschen in den Medien häufig konfrontiert sehen. Die repräsentative Studie “Ausbildung aus Sicht der Auszubildenden” des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zeichnet dagegen ein anderes Bild. Demnach sind Auszubildende durchaus bereit, hohe Leistungen zu erbringen – allerdings erwarten sie dafür im Gegenzug, intensiv in die betrieblichen Geschäftsabläufe eingebunden zu werden und eine Anerkennung ihrer Leistungen. Gerade die Verzahnung von Lern- und Arbeitsprozessen im Betrieb wird von den Jugendlichen sehr geschätzt.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

Über Almdudler, Trabi und Schweizer Schokolade: Tagung über Konsum und nationale Identität

Von 1. bis 3. Oktober 2009 findet in Wien die internationale Tagung “Product Communication and the Nationalisation of Consumption” statt. Ausgangspunkt für die Konferenz ist ein vom Historiker Oliver Kühschelm durchgeführtes FWF-Forschungsprojekt über die Beteiligung von Konsumgütern an der Ausbildung österreichischer Identität. Die nun abschließende Tagung setzt die Ergebnisse in einen internationalen Kontext. Am Donnerstag, 1. Oktober, 18.30 Uhr, hält Karl Gerth, Fellow an der University of Oxford, einen öffentlichen Vortrag über Konsumkultur im modernen China.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

MDC-Forscher entdecken Molekül, das Verzweigung von Nervenbahnen steuert

Das menschliche Gehirn besteht aus rund 100 Milliarden Nervenzellen (Neuronen), die untereinander etwa 100 Billionen Verbindungen knüpfen. Ein entscheidender Mechanismus für die Entstehung dieses komplexen Verschaltungsmusters ist die Ausbildung neuronaler Verzweigungen. Die Neurobiologen Dr. Hannes Schmidt und Prof. Fritz G. Rathjen vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch haben jetzt ein Molekül entdeckt, das diesen lebenswichtigen Prozess steuert. Zugleich gelang es ihnen damit, die von diesem Molekül ausgelöste Signalkaskade aufzuklären (PNAS, Early Edition, 2009, doi:10.1073)*.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

BIBB-Fachtagung zu Kosten und Nutzen der betrieblichen Berufsausbildung

Welche Gründe spielen in der Ausbildungsentscheidung von Betrieben eine Rolle? Geht die Rechnung unter ökonomischen Gesichtspunkten für die Unternehmen überhaupt noch auf? Entscheiden Betriebe in verschiedenen Ländern und Ausbildungssystemen ähnlich oder spielen unterschiedliche Faktoren eine Rolle? Diese und ähnliche Fragen stehen im Mittelpunkt der internationalen Fachtagung “Die Ausbildungsentscheidung von Betrieben: Ökonomische Forschungsansätze und Analysen”.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

Wenn die Fenster zur Seele schlecht behandelt werden

Alltagsrisiken für das menschliche Auge
Die heutige Gesellschaft ist eine visuelle. Handydisplays und stundenlanges Sitzen am Computer überfordern das menschliche Auge. Die Folgen sind Kurzsichtigkeit im jungen Alter, früher einsetzende Weitsichtigkeit, Kopfschmerzen und Augenbrennen. Was kann man dagegen tun? Muss eine Brille her oder lässt sich der Gesundheitszustand der Augen durch Übungen konstant halten, gar verbessern? Letzteres will die so genannte „Augenschule“ erreichen, eine Ansammlung kleiner, täglich auszuführender Übungen für das Auge, die jedoch nicht unumstritten sind. Das Internetportal www.news.de berichtet über den Trend. - Weiter lesen …

Bundesweite Ausbildung: Blinde Frauen sollen Brustkrebs ertasten

Das Fingerspitzengefühl blinder Frauen macht sie zu besonders guten Tastuntersucherinnen. Die Spezialistinnen ergänzen so den ärztlichen Brustkrebs-Check – und entdeckten einen Knoten mitunter sogar früher als der Mediziner.
Quelle: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft

Breiter Konsens für eine Imam-Ausbildung in der Schweiz

Imame und muslimische Religionslehrerinnen und -lehrer könnten künftig an schweizerischen Hochschulen ausgebildet werden. Das befürworten mehrheitlich nicht nur die in der Schweiz lebenden Musliminnen und Muslime, sondern auch schweizerische Behörden, Hochschulen und Rechtsexperten. Zu diesem Ergebnis kommt eine religionswissenschaftliche Untersuchung, die im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms “Religionsgemeinschaften, Staat und Gesellschaft” (NFP 58) realisiert wurde.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

Plädoyer für die ärztlichen Kompetenzen in der Psychotherapie

Stellungnahme der DGPPN zum “Forschungsgutachten Ausbildung Psychologischer Psychotherapeuten”

Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) warnt in ihrer aktuellen Stellungnahme zum “Forschungsgutachten zur Ausbildung zum psychologischen Psychotherapeuten und zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten” des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) vor einer schleichenden Kompetenzerweiterung bzw. Veränderung im Tätigkeitsprofil der Psychologischen Psychotherapeuten.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

BIBB-Präsident Kremer: "Duale Berufsausbildung so wichtig

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) setzt die Modernisierung der dualen Berufsausbildung in Deutschland mit Nachdruck fort. Zu Beginn des Ausbildungsjahres 2009 gehen am 1. August voraussichtlich sieben neue oder modernisierte Ausbildungsberufe an den Start. Manfred Kremer, Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), sieht die berufliche Bildung dadurch gestärkt. Aus Anlass des “Tags des Ausbildungsplatzes” am 14. Mai erklärte er: “Die duale Berufsausbildung ist aktuell und modern. Sie ist gerade in der momentan wirtschaftlich schwierigen Zeit so wichtig wie nie zuvor.”
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

Verletzungen beim Yoga: Trendsport mit Nebenwirkungen

Yoga liegt im Trend, und niemand bezweifelt seine positive Wirkung auf Körper und Geist. Doch Vorsicht: Wer die Sache falsch angeht, riskiert Verletzungen. Und nicht jeder, der sich Yogalehrer nennt, hat eine fundierte Ausbildung.
Quelle: stern.de – Wissenschaft & Gesundheit

Asiatische Pilze: Jahrhunderte altes Heilwissen wiederentdeckt

In asiatischen Pilzen steckt viel Gesundheit
Inspiriert durch die Erfahrungen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wurden in den letzten Jahrzehnten verschiedene Großpilze weltweit hinsichtlich ihrer medizinischen Wirkung intensiv erforscht. Die pharmakologischen Untersuchungen und klinischen Studien zeigen: Nicht zufällig stuften die asiatischen Kräuterbücher bereits vor Jahrtausenden verschiedene Pilze in die oberste Kategorie der Heilmittel. - Weiter lesen …

Mit innovativen Projekten des Lehr- und Forschungsschwerpunktes Luftfahrttechnik zur Luftfahrtmesse AERO 2009

Zur internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt “AERO Friedrichshafen” vom 2. bis 5. April 2009 stellt die Technische Fachhochschule Wildau wieder ihr umfangreiches Know-how in der studentischen Ausbildung und angewandten Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Luftfahrttechnik unter Beweis.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

Training an virtuellen Patienten hilft Therapiefehler vermeiden

Training an virtuellen Patienten hilft Therapiefehler vermeiden
(Stuttgart/Hannover) März 2009 – Mit dem Europäischen eLearning Award werden herausragende Beispiele für das Lehren und Lernen mit digitalen Medien ausgezeichnet. Das Online-Lernsystem INMEDEA Simulator der Tübinger INMEDEA GmbH belegte in den Kategorien Mediendidaktik und Gesamteindruck jeweils den zweiten Platz. Es simuliert klinische Abläufe und Situationen in den verschiedenen Fachabteilungen eines Krankenhauses am Beispiel virtueller Patienten. Den Bedarf an diesem innovativen Fortbildungsinstrument unterstreicht ein aktueller Beitrag einer amerikanischen Fachzeitschrift: Falsche Diagnosen gefährden den Patienten in einem höheren Maß als Behandlungsfehler. Hier setzt das INMEDEA-Konzept an, das die optimalen Schritte zur korrekten Diagnose an virtuellen Patienten einüben lässt. - Weiter lesen …

Ausbildungstrends 2009: Multimedia-Berufe sind gefragt wie nie

Ausbildungstrends 2009: Multimedia-Berufe sind gefragt wie nie
“Für das Leben lernen” – den Spruch vieler Eltern nehmen sich immer mehr Jugendliche zu Herzen und suchen Ausbildungsformen, die sie möglichst praxisnah für neue Berufsfelder vorbereiten. Diesen Trend kann das SAE Institute anhand der aktuellen Interessenten- und Anmeldezahlen für seine Kurse in Deutschland eindeutig belegen: - Weiter lesen …

Studenten klagen gegen Hochschulgebühren

Vier Studenten klagten gegen Gebührenbescheide ihrer Hochschulen. Sie waren der Ansicht, dass die Gebühren gegen Bundesrecht verstoßen würden – speziell gegen die Ziele des Bundesausbildungsförderungsgesetzes und gegen das Grundgesetz. Studierende seien gezwungen, Mittel aus der Ausbildungsför¬derung (BAföG) für Studiengebühren zu verwenden. Die durch Art.12 Grundgesetz (GG) garantierte Berufs- und Ausbildungsfreiheit sei – speziell für Kinder einkommensschwacher Familien – nicht gewahrt. - Weiter lesen …

Privater Emissionshandel in greifbarer Nähe

Wiesbaden, 8. Dezember 2008 – Privater Emissionshandel könnte schon bald Realität werden. 197 hessische Wohnungseigentümer haben bewiesen, dass sich mit entsprechenden energetischen Sanierungsmaßnahmen am Gebäude sehr große Mengen klimaschädliches CO2 einsparen lassen. Das eingesparte CO2 könnte, gäbe es ein akkreditiertes Handelssystem für Kleinemittenten, in den Emissionshandel eingebracht werden.

Pro Jahr könnten die Hauseigentümer dann je nach Maßnahme mehrere hundert Euro erlösen und darüber hinaus einen positiven Beitrag zur Einhaltung der Vorgaben des Kyoto-Protokolls leisten. In Wiesbaden stellte jetzt der Projektinitiator, der Landesinnungsverband Schornsteinfegerhandwerk Hessen (LIV), den Abschlussbericht des zwei Jahre dauernden Modellprojekts vor: In den 197 Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäusern sowie Wohnblocks in Hessen wurde eine CO2 Reduktion von durchschnittlich 55 Prozent erreicht. Insgesamt wurden mehr als 2.500 Tonnen CO2 eingespart, wovon rund die Hälfte, 1.200 Tonnen CO2, dem Emissionshandel zugeführt werden könnten.

Bislang kann lediglich die Großindustrie durch energetische Verbesserungen ihrer Produktionsanlagen vom Emissionshandel profitieren. Doch damit Deutschland den CO2-Ausstoß drastisch reduzieren und die Vorgaben des Kyoto-Protokolls erfüllen kann, macht sich der Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Hessen für den privaten Emissionshandel stark. Im Modellprojekt EmSAG Emissionsankauf durch Schornsteinfeger für energetische Verbesserungen in Anlagentechnik und der Gebäudehülle wurde untersucht, inwieweit CO2-Einsparungen privater Haushalte ermittelt und zertifiziert werden können.

42 Schornsteinfeger mit Zusatzausbildung zum Gebäudeenergieberater stellten hierfür die Energiebilanz der 197 Wohngebäude vor und nach der energetischen Sanierung fest. Dabei wurden alte Heizkessel ausgetauscht und oft auch die Gebäudefassade gedämmt. Die Ergebnisse von EmSAG stimmen uns zuversichtlich, denn in der Gesamtauswertung kamen etliche Tonnen eingespartes CO2 zusammen. Diese Menge ist für einen Handel mit Emissionen nicht ausreichend, da eine Mindestmenge bei 20.000 Tonnen liegt. Wenn das Prinzip EmSAG deutschlandweit in die Praxis umgesetzt und zahlreiche Haushalte daran beteiligt werden, dann würde die handelbare Mindestmenge schnell erreicht, erklärt Landesinnungsmeister Hans-Werner Schech.

Der Privathandel funktioniert auf dem Prinzip des Pooling: Kleine Mengen CO2 werden zu einer größeren, handelbaren Menge zusammengefasst. Nachdem das hessische Modellprojekt das Potenzial eines privaten Emissionshandels erfolgreich aufzeigen konnte, strebt der LIV die Umsetzung auf Bundesebene an. Unser Wunsch ist es jetzt, die Voraussetzungen für die Einleitung eines Genehmigungsverfahrens zu schaffen.

Wissenschaftlich begleitet wurde das Projekt EmSAG vom Bremer Energie Institut, das unter anderem die Akzeptanz der Teilnehmer untersuchte und zu dem Ergebnis kam, dass durch finanzielle Anreize bei 80 Prozent der Befragten das Interesse, CO2 einzusparen steigt. Dr.-Ing. Claus-Dieter Clausnitzer erklärt hierzu, dass 85 Prozent der Befragten es als wichtig empfinden, ein Feedback zur Höhe ihrer erreichten CO2-Einsparungen zu erhalten.

Ergebnisse des EmSAG-Abschlussberichts

Von den 197 Gebäuden in Hessen, die für EmSAG untersucht wurden, waren 65 Prozent Einfamilienhäuser, 20 Prozent Wohnblocks, acht Prozent Zweifamilienhäuser und sieben Prozent Mehrfamilienhäuser. Insgesamt wurden aufgrund energetischer Sanierungsmaßnahmen 55,5 Prozent eingespart. Dies entspricht einer beachtlichen Menge von 2526,5 Tonnen CO2. Davon könnten rund 1.200 Tonnen dem Emissionshandel zugeführt werden. Im Durchschnitt wurde für jedes Gebäude der CO2-Ausstoß um 12,8 Tonnen reduziert. Bei Ein- bis Zweifamilienhäuser gelang eine jährliche Reduktion von sechs bis acht Tonnen, Mehrfamilienhäuser und Wohnblocks erzielten durchschnittlich eine Einsparung zwischen 14 und 21 Tonnen.

Wäre privater Emissionshandel schon 2009 möglich, dann erhielten Hauseigentümer für jede handelbare Tonne CO2 bares Geld. Über mehrere Jahre gesehen, kommt hier eine stattliche Summe zusammen. Ganz abgesehen davon, werden die Heizkosten durch die Sanierung drastisch reduziert, höhere Behaglichkeit, und das guten Gefühl, einen großen Beitrag zum Schutz unserer Umwelt geleistet zu haben, fasst Landesinnungsmeister Hans-Werner Schech die Vorteile des privaten Emissionshandel zusammen.

Das Projekt des Landesinnungsverbandes Schornsteinfegerhandwerk Hessen wurde gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), der Umweltallianz Hessen sowie dem Hessischen Umweltministerium und dem Hessischen Wirtschaftsministerium.

Weitere Informationen: www.emsag.org

Deutsch-Französischer Doppel-Master-Studiengang Politikwissenschaft – Bewerbung bis 15. März

Das Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin und das Institut d’Etudes Politiques (Sciences Po) Paris bieten Studierenden auch in diesem Jahr die Möglichkeit, am deutsch-französischen Doppel-Master-Programm in den Studienschwerpunkten Politikwissenschaft sowie der Europapolitik oder den internationalen Beziehungen teilzunehmen. Im Rahmen des Programms wird eine internationale Ausbildung auf hohem fachlichem Niveau ermöglicht. Es führt innerhalb von zwei Jahren zu zwei Masterabschlüssen – dem Master of Arts im Fach Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin und dem Master de Sciences Po in “Affaires européennes” oder “Affaires internationales”.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

NovoBrain-Konferenz krönt die Ausbildung der Neurowissenschaftler

Stipendiaten diskutieren mit internationalen Spezialisten
Thema: Mechanismen von Kognition, Lernen und Gedächtnis

Ein Höhepunkt ihrer Ausbildung ist für die zehn Stipendiaten des “EU Marie Curie Early Stage” Programms “NovoBrain” die NovoBrain-Konferenz zum Thema “Mechanisms of Cognition, Learning and Memory”, die am 3. und 4. Februar in der Ruhr-Universität stattfindet (Veranstaltungszentrum). Die zehn Studierenden aus aller Welt werden unter dem Dach der International Graduate School of Neuroscience zum Doktor in Neurowissenschaften geführt. Die Konferenz, zu der prominente internationale Forscher eingeladen sind, haben sie selbst organisiert.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

Wer suchet, der findet: Pro Psychotherapie e. V. weist auf www.therapie.de den Weg zu einer erfolgreichen Therapeutensuche

pro psychotherapie e.V. []
München (ots) – Welche Ausbildung steckt hinter Berufsbezeichnungen und welche Form der Therapie hilft bei welchen Problemen und Erkrankungen? Mit fachkundigen und verständlichen Antworten und Erläuterungen erleichtert der …

Quelle: Presseportal.de – Branche Gesundheit/Medizin