Der Erreger der Legionärskrankheit, Legionella pneumophila, verursacht bei Infektion der Lunge eine akute Lungenentzündung. Das Bakterium geht dabei besonders raffiniert vor: Es dringt gezielt in Zellen des menschlichen Immunsystems ein und injiziert eine Fülle von Proteinen, die in die normalen zellulären Prozesse eingreifen. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für molekulare Physiologie in Dortmund haben nun herausgefunden, wie Legionella die Zellen reprogrammiert, um das eigene Überleben zu sichern und sich zu verbreiten. Sie haben ein Protein untersucht, mit dem das Bakterium den Materialtransport innerhalb der Zellen zu den eigenen Gunsten umleiten kann. (Science, 22. Juli 2010)
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft