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Stammzellforschung: Wissenschaftler verwandeln Haut- in Blutzellen

Zu wenig Menschen spenden Blut. Das beklagen Mediziner seit Jahren. Womöglich ist das Problem bald gelöst: Forschern ist es gelungen, aus den Hautzellen erwachsener Menschen Blutzellen zu gewinnen. Vor allem Krebspatienten könnten von der neuen Methode profitieren.
Quelle: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft

Neue Methode zur molekularen Diagnose von mitochondrialen Defekten etabliert

Zusammenhänge auch mit Diabetes und Parkinson
Neuherberg/München, 08.11.2010. Krankheiten wie Parkinson und Diabetes künftig leichter zu diagnostizieren und zu therapieren – diesem Ziel sind Forscher des Helmholtz Zentrums München und der Technischen Universität München einen Schritt näher gekommen. Sie haben durch Exom-Sequenzierung* eines einzelnen Patienten einen Gendefekt identifiziert, der die Atmungskette beim Mitochondrialen Komplex I* behindert und eine Stoffwechselstörung auslöst.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

Hemmung eines wichtigen Signalfaktors verhindert Rheumaschub

Etwa eine Million Deutsche leiden an schmerzhaften Entzündungen der Gelenke, gemeinhin zusammengefasst als „Rheuma“. Eine besonders schwere Form dieser Erkrankung ist die rheumatoide Arthritis. Als Folge einer chronischen Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem den eigenen Körper angreift, kommt es dabei langfristig zu einer Zerstörung der Gelenke. Viele Patienten sprechen auf derzeit verfügbare Therapien jedoch nicht an. Auf der Suche nach neuen Behandlungsstrategien haben Forscher vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Zusammenarbeit mit Rheumatologen der Universität Montpellier in Frankreich die Rolle eines zentralen Entzündungsfaktors in Mäusen untersucht.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

Neurotechnologischer Meilenstein: Erblindete Menschen können mit Netzhautimplantat Buchstaben lesen

In einer an der Universitätsaugenklinik Tübingen durchgeführten Studie mit elf Patienten konnte zum ersten mal gezeigt werden, dass ein unter die Netzhaut eingepflanzter, lichtempfindlicher Chip bei erblindeten Menschen Sehleistungen wiederherstellen kann, die bis hin zur Erkennung von Buchstaben und Wörtern reichen. Für den langzeitsicheren Betrieb des Chips entwickelte das Naturwissenschaftliche und Medizinische Institut (NMI) in Reutlingen eine neuartige Verkapselung. Die Ergebnisse der Studie wurden am Mittwoch, 3. November 2010 in “Proceedings of the Royal Society B” mit großem Medienecho veröffentlicht.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

Herzpatienten: Schneller Puls steigert Sterberisiko

Der Ruhepuls eines Herzpatienten kann offenbar einen Hinweis auf seine Lebenserwartung geben: Eine Studie mit mehr als 31.000 Teilnehmern ergab, dass Kranke mit hoher Schlagfrequenz eher sterben.
Quelle: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft

Psychologie: Klicks gegen die Angst

Die Behandlung von psychischen Krankheiten wandelt sich dramatisch: Computer übernehmen die Arbeit von Psychologen und Ärzten. Online-Therapien bieten Vorteile für Patienten und Therapeuten – sind aber umstritten.
Quelle: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft

Rückenmark-Reparatur: Mediziner testen embryonale Stammzellen am Menschen

Es könnte ein Schritt in eine neue Ära der Medizin sein. In den USA haben Ärzte einen teilweise gelähmten Patienten mit embryonalen Stammzellen behandelt - es ist der erste offizielle Versuch dieser Art. Ob die Therapie erfolgreich sein wird, ist allerdings fraglich.
Quelle: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft

Avastin und Erbitux: Studien stellen Nutzen von Krebsmitteln in Frage

Können moderne Medikamente das Leben von Krebspatienten verlängern? Zwei Studien zu Avastin und Erbitux haben jetzt ergeben, dass die teuren Arzneimittel kaum nützen. Die Hersteller Merck und Roche erklärten, die Ergebnisse würden früheren Erkenntnissen widersprechen.
Quelle: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft

Wie Religion bioethische Debatten beeinflusst – LMU-Forschergruppe präsentiert Sammelband

Ob Stammzellforschung, Gentechnik oder das Selbstbestimmungsrecht von Patienten am Lebensende: In bioethischen Diskussionen treffen häufig nicht nur sachliche Argumente, sondern auch unterschiedliche Weltanschauungen aufeinander. Privatdozent Dr. Friedemann Voigt, Leiter der Forschergruppe „Religion in bioethischen Diskursen“ an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München hat nun einen gleichnamigen Sammelband herausgegeben, in dem internationale Experten aus Theologie, Medizin und Recht jeweils aus ihrem spezifischen Blickwinkel betrachten, wie Religion bioethische Debatten beeinflusst.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

Zugang zu Medikamenten: Gemischte Bilanz im Kampf gegen Aids

Immer mehr Aids-Patienten rund um die Welt bekommen Hilfe durch Medikamente – das ist die gute Nachricht. Doch große Defizite in vielen Teilen der Welt bleiben. Und nun gibt es Signale, dass die reichen Länder mit ihren Hilfszusagen knausern wollen.
Quelle: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft

Glaxo-Produkt Avandia: EU-Aufseher verlangen Verkaufsstopp für Diabetesmittel

Die Arzneimittelbehörden greifen durch: EU-Aufseher wollen das umstrittene Diabetes-Präparat Avandia vom Markt nehmen lassen, in den USA sollen Patienten das Mittel nur noch in Ausnahmefällen erhalten. Dem Hersteller GlaxoSmithKline drohen schwere Umsatzeinbußen.
Quelle: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft

Parkinson: Protein stört Müllabfuhr in den Zellen

Das Zittern kommt schleichend, dann wird es heftiger. Bei Patienten mit Parkinson sterben wichtige Nervenzellen ab. Forscher haben jetzt eine entscheidende Ursache entdeckt: Offenbar ist die zelleigene Müllabfuhr gestört – giftige Abbauprodukte sammeln sich an.
Quelle: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft

Vom Labor in die Klinik – Die neue Ausgabe der Zeitschrift "einblick" ist erschienen

Oft vergehen viele Jahre, bis Ergebnisse aus dem Labor in neue medizinische Verfahren münden. Denn die beteiligten Forscher müssen ihre Arbeit genehmigen lassen, ausreichend finanzieren sowie zahlreiche technische und wissenschaftliche Schwierigkeiten überwinden, bis die neuen Verfahren den Patienten zugute kommen können. Die aktuelle Ausgabe des “einblick” widmet sich dem steinigen Weg vom Labor in die Klinik anhand von Beispielen aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ).
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

Gefährliche Blutkrankheit: Mediziner feiern erfolgreiche Gentherapie

Zum ersten Mal haben Ärzte mit einer Gentherapie eine erbliche Blutkrankheit geheilt. Mit Hilfe von veränderten Viren reparierten die Forscher ein defektes Gen eines 19-jährigen Patienten. Doch noch ist der Erfolg ein Einzelfall – und das Verfahren birgt große Risiken.
Quelle: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft

Forscher entdecken Gennetzwerk, das Entstehung von Diabetes begünstigt

Diabetes Typ 1 ist eine derzeit noch unheilbare Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstört. Patienten müssen deshalb ihr Leben lang Insulin spritzen. Im Rahmen einer internationalen Studie haben Forscher erstmals ein ganzes Netzwerk an Genen aufgedeckt, das an der Entstehung des insulinabhängigen Typs der Zuckerkrankheit beteiligt ist. Zudem identifizierten sie den Rezeptor, der dieses Netzwerk steuert. Die Federführung der Studie haben Forscher des Nationalen Genomforschungsnetzes (NGFN) vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch sowie des Imperial College London (Nature, .doi: 10.1038/nature09386)*.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

Micro-RNA entscheidet über Bösartigkeit von Lungenkrebs

Ein kleines RNA-Molekül bestimmt darüber, ob Lungenkrebszellen invasiv wachsen und Metastasen bilden. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums und der Universitätsmedizin Mannheim entdeckten dies an Tumorzellen in der Kulturschale und erkannten darüber hinaus, dass auch bei Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs gilt: Je weniger der Micro-RNA die Tumorzellen produzieren, desto häufiger kommt es zu Metastasen.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

Medizin: Probleme mit künstlichen Gelenken nehmen zu

Mit zunehmendem Alter machen die Gelenke immer mehr Probleme. Oft kann eine Hüft- oder Knieprothese den Patienten helfen. Doch die dabei auftretenden Komplikationen häufen sich. Bei Entzündungen oder Materialverschleiß muss der Gelenkersatz ausgetauscht werden.
Quelle: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft

Selbstverletzungen: Warum Ritzen für Borderliner eine Erleichterung ist

Sie ritzen sich mit Rasierklingen und drücken Zigaretten auf ihren Unterarmen aus. Patienten mit Borderline-Störung verletzten sich selbst – paradoxerweise, um sich Erleichterung zu verschaffen. Jetzt haben Forscher herausgefunden, dass Schmerzreize das Gefühlszentrum im Gehirn beruhigen.
Quelle: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft

Erschöpfungssyndrom: Verdacht gegen Viren erhärtet sich

Geht das Chronische Erschöpfungssyndrom auf eine Infektion zurück? In Blutproben von Patienten haben Forscher genetische Spuren eines Retrovirus nachgewiesen – und das nicht zum ersten Mal. Wie der Erreger die Krankheit auslösen könnte, ist aber unklar.
Quelle: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft

Hygiene in Krankenhäusern: Todesfalle im OP

Mal ist das OP-Besteck nicht steril, mal hat das Krankenhauspersonal die Hände nicht gewaschen: Bis zu 40.000 Patienten jährlich sterben in Deutschland durch mangelnde Krankenhaushygiene. Nun sollen die Gesundheitsminister einheitliche Regeln vorschreiben.
Quelle: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft

Brustverkleinerung – Risiken und Wissenswertes

(Pressehof) Hannover – Einer der meistdurchgeführten plastisch-chirurgischen Eingriffe neben der Brustvergrößerung ist die Brustverkleinerung, die sogenannte Mammareduktion. Gilt eine große Brust bei Frauen allgemeinhin als begehrenswert, so dürfen die körperlichen und seelischen Lasten bei der ästhetischen Betrachtung der weiblichen Brust nicht ausgeklammert werden. - Weiter lesen …

Nanopartikel: Wandfarbe tötet Superbakterien

Superbakterien werden in Krankenhäusern zu einem immer größeren Problem: Tausende Patienten sterben jedes Jahr an den Folgen von Infektionen, selbst starke Antibiotika sind wirkungslos gegen resistente Keime. Jetzt stellen Forscher ein neues Gegenmittel vor: eine Wandfarbe.
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Innovation im Dienst des Patienten

Internationale Experten berichten im Dezember auf der NanoMed 2010 in Berlin über jüngste Fortschritte auf dem Gebiet der Nanomedizin.
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Hoffnung auf wirksame Medikamente für Patienten: TUM-Forscher sind Ursachen für Reizdarmsyndrom auf der Spur

Das Reizdarmsyndrom macht Betroffenen – immerhin rund zehn Prozent der Bevölkerung – das Leben zur Hölle. Was viele Erkrankte zusätzlich wurmt: Oft werden sie als Psychosomatiker abgestempelt, denn körperliche Ursachen für einen Reizdarm waren bisher unbekannt. Nun haben Humanbiologen der Technischen Universität München (TUM) Licht ins Dunkel gebracht: Sie haben Mini-Entzündungen in der Darmschleimhaut gefunden, die das empfindliche Gleichgewicht im Darm durcheinanderbringen und mit einer Sensibilisierung des Darmnervensystems einhergehen.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

Mehr Schlagkraft gegen Krebs

Wie wird das Immunsystem schlagkräftiger gegen Krebs? Forscher vom Max-Delbrück-Centrum (MDC) und der Charité – Universitätsmedizin in Berlin haben in zehnjähriger Entwicklungsarbeit die Rezeptoren bestimmter Immunzellen (T-Zellen), die T-Zell-Rezeptoren, so geschärft, dass sie Krebszellen künftig nicht mehr unerkannt links liegen lassen, sondern gezielt aufspüren. Das ist die Voraussetzung dafür, dass das Immunsystem die Krebszellen zerstören kann. Die Forscher entwickelten eine Maus mit einem ganzen Arsenal dieser T-Zell-Rezeptoren des Menschen (Nature Medicine, doi: 10.1038/nm.2197)*. Ziel ist, diese Rezeptoren für eine gezielte Immuntherapie bei Patienten einzusetzen.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

Studie: Schwaches Herz könnte Hirn altern lassen

Herz und Gehirn sind offenbar enger miteinander verbunden, als Forscher bisher gewusst haben. In einer Studie stellte sich heraus: Bei Menschen mit schwachem Herzen altert das Hirn schneller. Und das ist längst nicht nur bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen der Fall.
Quelle: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft

Studie: Schwaches Herz könnte Hirn altern lassen

Herz und Gehirn sind offenbar enger miteinander verbunden, als Forscher bisher gewusst haben. In einer Studie stellte sich heraus: Bei Menschen mit schwachem Herzen altert das Hirn schneller. Und das ist längst nicht nur bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen der Fall.
Quelle: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft

Demenz-Erkrankungen: Alzheimer könnte angeboren sein

Forscher haben in den Gehirnen toter Alzheimer-Patienten eine verstörende Entdeckung gemacht: Sie fanden große Mengen an anormalen Zellen, die eine bisher unerkannte Ursache der Demenz-Erkrankung sein könnten. Ihre Entstehung beginnt wahrscheinlich schon im Kindesalter.
Quelle: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft

Interview mit Ärztepräsident Hoppe: "Wer beim Suizid helfen will, kann das schon heute tun"

Wann darf ein Arzt Sterbehilfe leisten? Laut einer Umfrage kann sich jeder dritte deutsche Mediziner vorstellen, Patienten beim Suizid zu unterstützen. Im SPIEGEL-Interview spricht Bundesärztekammer-Chef Jörg-Dietrich Hoppe über Gewissenskonflikte und das Selbstbestimmungsrecht der Patienten.
Quelle: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft

Ethik-Debatte: Ärztekammer-Chef zeigt Verständnis für Sterbehilfe

Jeder dritte deutsche Arzt kann sich vorstellen, Patienten beim Suizid zu helfen. Das ergab eine Umfrage, die monatelang von der Bundesärztekammer unter Verschluss gehalten wurde. Präsident Hoppe zeigt im SPIEGEL-Gespräch Verständnis für Mediziner, die Schwerstkranke beim Sterben unterstützen.
Quelle: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft